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Jugendamt-Mitarbeiter muss Geldstrafe zahlen

Stiefvater prügelt Dreijährigen zu Tode Jugendamt-Mitarbeiter muss Geldstrafe zahlen

Anfang des vergangenen Jahres wurde der dreijährige Alessio von seinem Stiefvater zu Tode geprügelt. Das Jugendamt wusste von den Misshandlungen. Jetzt wird auch der zuständige Mitarbeiter zur Rechenschaft gezogen.

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Mehr als ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod des dreijährigen Alessio im Schwarzwald muss der zuständige Sachbearbeiter im Jugendamt eine Geldstrafe zahlen.

Quelle: Winfried Rothermel/dpa

Freiburg. Mehr als ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod des dreijährigen Alessio im Schwarzwald muss der zuständige Sachbearbeiter im Jugendamt eine Geldstrafe zahlen. Sie umfasse drei Nettomonatsgehälter, teilte die Staatsanwaltschaft Freiburg am Dienstag mit, ohne Zahlen zu nennen. Diese Höhe sehe ein Strafbefehl vor, den das Amtsgericht Titisee-Neustadt auf Antrag des Staatsanwaltes erlassen habe. Der 45 Jahre alte Mitarbeiter des Kreisjugendamtes habe sich der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen schuldig gemacht.

Er habe es versäumt, den Jungen richtig vor Gewalt zu schützen und ihn aus der Familie zu nehmen. Gegen den Strafbefehl könne er Widerspruch einlegen, dann komme es zum Prozess.

Alessio war Mitte Januar vergangenen Jahres in Lenzkirch im Schwarzwald zu Tode geprügelt worden. Sein Stiefvater wurde im Oktober 2015 vom Landgericht Freiburg zu sechs Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Er hatte die Tat gestanden. Das Jugendamt steht seit dem Tod des Jungen in der Kritik. Es soll Warnungen ignoriert und Alessio unzureichend geschützt haben. Bereits Mitte 2013 hatten Mediziner Hinweise auf Kindesmisshandlung. Doch das Jugendamt ließ den Jungen in der Familie. Dort starb er.

dpa

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