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Feuerwalze bedroht Promi-Villen in Bel Air

Kalifornien brennt Feuerwalze bedroht Promi-Villen in Bel Air

Jetzt müssen auch Lionel Richie, Paris Jackson und Kim Kardashian um ihre Häuser bangen. Die verheerenden Feuer in Kalifornien haben Bel Air erreicht. Die ersten Villen stehen bereits in Flammen und ihre prominenten Bewohner sitzen auf gepackten Koffern.

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Feuerwehrleute versuchen die Flammen zu löschen.

Quelle: imago stock&people

Bel Air. Es war morgens um 5 Uhr als Frederic von Anhalt von der Feuerwehr aus dem Bett geholt wurde: „Wir sollten die wichtigsten Sachen zusammenpacken und jederzeit zur Evakuierung bereit stehen“, berichtete der Witwer von Zsa Zsa Gabor. Die Brände, die seit Tagen in Kalifornien wüten, waren bedrohlich nahe gekommen. Von seiner Terrasse aus habe er die Flammen schon leuchten gesehen. „Ich habe wichtige Unterlagen, zwei Gemälde meiner Frau und ihre Urne ins Auto gepackt“, berichtete der Prinz. „Ich stehe parat!“

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Seit Tagen lodern in Kalifornien die Flammen, Zehntausende sind auf der Flucht. Jetzt hat das Feuer auch die reichen Vororte von Los Angeles erreicht. Die Prominenten sitzen auf gepackten Koffern, jederzeit bereit, ihre Häuser zu verlassen.

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Mittlerweile stehen die Hügel um Luxusvillen am Rand von Los Angeles vollständig in Flammen. Die berüchtigten Santa-Ana-Winde treiben heftige Buschfeuer an und damit Zehntausende Menschen aus ihren Häusern. Auch vor teuren Villen in den durch hohe Mauern geschützten „Gated Communities“ machen die Flammen nicht halt. Im Nobelviertel Bel Air im Westen von Los Angeles sitzen Promis auf gepackten Koffern.

Andere haben die bedrohte Reichen-Enklave zwischen dem Mulholland Drive und dem Sunset Boulevard schon verlassen. Sein Moraga-Weingut in den Hügeln von Bel Air sei geräumt worden, teilte der Medien-Mogul Rupert Murdoch dem „Hollywood Reporter“ mit. Die Flammen hätten Teile des Millionen-Anwesens erfasst, berichteten US-Medien. Vier Villen in dem bedrohten Viertel sind nach Angaben der Behörden abgebrannt, elf seien beschädigt worden. Dort besitzen Stars wie Jennifer Aniston, Gwyneth Paltrow, Jennifer Lopez, Jay-Z und Beyoncé teure Domizile.

Sänger Lionel Richie erklärte auf Twitter, dass er seiner Familie dabei helfe, einen „sichereren Ort“ zu finden. Die Feuer seien „so verdammt schrecklich“, schrieb Model Paris Jackson bei dem Kurznachrichtendienst. TV-Star Kim Kardashian und Schauspielerin Elizabeth Banks dankten den vielen Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. Rapper Common twitterte ein Video von brennenden Hügeln entlang der 405-Autobahn. Er bete für all die mutigen Helfer.

Tausende Feuerwehrleute sind an mehreren Stellen in Südkalifornien im Einsatz. Am schnellsten breiteten sich die Flammen im Bezirk Ventura County über eine Fläche von mehr als 260 Quadratkilometern aus. Am Mittwoch fraß sich die Feuerwalze bis zur Pazifikküste durch. Zehntausende Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben. Es sei ein „Wunder“, dass bisher keine Todesopfer aus den Brandgebieten gemeldet wurden, sagte Eric Garcetti, der Bürgermeister von Los Angeles. Nach vorläufigen Schätzungen brannten mehr als 180 Häuser ab, doch diese Zahl könnte noch steigen.

Die ständige Feuer-Bedrohung, besonders wenn die heftigen Santa-Ana-Winde wehen, ist die Kehrseite des Lebens im sonnenverwöhnten Kalifornien. Schon vor zwei Jahren, nach einer Serie schwerer Buschbrände, hatte der kalifornische Gouverneur Jerry Brown ein düsteres Bild gezeichnet. Die häufigen Feuer seien ein echter „Weckruf“ für den dürregeplagten Westküstenstaat. Brown vertritt die Position zahlreicher Forscher, die den Klimawandel mit steigenden Temperaturen für schlimmere Dürren, heftigere Waldbrände und andere Wetterextreme verantwortlich machen.

Einige der schwersten Brände in der Geschichte Kaliforniens wüteten in den Herbstmonaten im Anschluss an einen trockenen Sommer. Im Oktober und November 2007 zerstörten Flammen in Südkalifornien mehr als 1500 Häuser, 1900 Quadratkilometer Land verbrannten - eine Fläche mehr als doppelt so groß wie Berlin.

Dabei hatte erst im Oktober in den malerischen Weinregionen um Sonoma und Napa ein Flammeninferno getobt - 44 Menschen starben, zeitweise waren 100.000 Anwohner vor den Flammen auf der Flucht. Nun trifft es den Süden des Bundesstaates.

Von sin/dpa/rnd

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