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Panorama Feuerwehrmann gesteht Brandanschlag
Nachrichten Panorama Feuerwehrmann gesteht Brandanschlag
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14:04 31.05.2016
Ein 25-jähriger Feuerwehrmann und ein 23-jähriger Mann sind in Hagen wegen gemeinschaftlicher Mordversuchs und schwerer Brandstiftung angeklagt. Quelle: dpa
Hagen

Mit einem Geständnis hat in Hagen der Prozess um einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im sauerländischen Altena begonnen. Angeklagt ist ein 25-jähriger Feuerwehrmann. Er gab zu, in der Nacht auf den 3. Oktober 2015 auf dem Dachstuhl des Hauses Benzin verteilt und angezündet zu haben. Mitangeklagt ist ein 23-jähriger Freund, der Schmiere stand. Beiden droht eine Verurteilung wegen gemeinschaftlichen Mordversuchs und schwerer Brandstiftung.

Feuerwehrmann ruft selbst die Feuerwehr

Die Angeklagten waren durch den Keller in das Haus gelangt, in das gerade erst sieben syrische Flüchtlinge eingezogen waren. Nach Angaben des angeklagten Feuerwehrmanns schlichen sie durch den dunklen Hausflur und kletterten schließlich auf den Dachstuhl. Das Benzin hatten sie wenige Stunden vorher an einer Tankstelle gekauft.

"Wir hätten sicherlich auch den Keller anstecken können", sagte der 25-Jährige im Prozess vor dem Hagener Schwurgericht. Er habe aber gedacht, dass von einem Dachstuhlbrand am wenigsten Gefahr ausgehe. "Es war nicht das Ziel, den Menschen zu schaden", beteuerte er.

Bei der Entzündung des Benzins gab es zwar eine Verpuffung, ein offenes Feuer brach aber nicht aus, nur ein Schwelbrand entstand. Erst am nächsten Mittag nahmen Anwohner Rauchgeruch wahr. Der angeklagte Feuerwehrmann rief selbst seine Kollegen und half ihnen beim Löschen. Verletzt wurde niemand.

Zu seinem Motiv sagte er vor Gericht, es sei immer erzählt worden, dass alle Flüchtlinge kriminell seien. Dadurch seien bei ihm immer größere Ängste entstanden. Später habe er aber festgestellt, dass sie eigentlich "furchtbar nett" waren.

Sein mitangeklagter Freund gestand die Tat ebenfalls. Auch er beteuerte, die Gefährdung von Menschen sei nie die Absicht gewesen. Für den Prozess sind noch elf Verhandlungstage bis zum 19. August vorgesehen.

dpa/RND/zys

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