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Flammenmeer in Kanada nicht aufzuhalten

Stadt unbewohnbar Flammenmeer in Kanada nicht aufzuhalten

Ausgebrannte Häuser, kein Strom, ungenießbares Wasser - die kanadische Stadt Fort McMurray ist auf absehbare Zeit unbewohnbar. Ein Ende des Feuer-Dramas ist nicht in Sicht.

McMurray, Alberta, Kanada 56.72638 -111.380341
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Polizeibeamte bei der Evakuierung der Stadt McMurray. 

Quelle: dpa

Edmonton . Die gewaltige Feuerwalze in der kanadischen Provinz Alberta ist nicht zu stoppen. Nach Fort McMurray rollt sie jetzt auf die Nachbarprovinz Saskatchewan zu. Das Flammenmeer könnte sich noch am Wochenende auf eine Fläche von 2000 bis 3000 Quadratkilometern ausdehnen, sagte Albertas Regierungschefin Rachel Notley am Samstagabend bei einer Pressekonferenz in Edmonton. Aktuelle Daten lagen am Sonntag zunächst noch nicht vor.

Am Samstag war das Flächenausmaß der Brände in Kanadas Ölsandregion auf 1560 Quadratkilometer geschätzt worden. Das entspricht der doppelten Größe von Hamburg. Experten rechnen nach einem Bericht des Fernsehsenders CTV damit, dass das Feuer noch Wochen lodern wird. Jedoch liegen ihm bei seiner derzeitigen Richtung keine Orte im Weg.

Der Chef von Fort McMurrays Feuerwehr, Darby Allen, wandte sich in der Nacht zum Sonntag in einem Video an die geretteten Einwohner der Stadt. Seine Leute würden jetzt mit der Schadensaufnahme beginnen. "Das ist ein schwieriger Prozess", sagte Allen.

Albertas Premierministerin appellierte an die Menschen von Fort McMurray, vorerst nicht zurückzukehren. "Selbst wenn das Feuer gelöscht ist, fällt noch enorm viel Arbeit an, um die Stadt wieder sicher und bewohnbar zu machen", sagte sie laut CTV. Die meisten Straßen hätten keinen Strom. Das örtliche Wasser sei "nicht trinkbar" und überall drohten Gefahren.

Ein folgenschwerer Waldbrand in der kanadischen Provinz Alberta hat rund 90 000 Menschen in die Flucht geschlagen. 

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Die Waldbrände hatten Anfang vergangener Woche durch einen plötzlichen Windwechsel die für Kanadas Ölsandgewinnung bekannte Stadt überrollt. Fort McMurray erklärte den Notstand und ließ die Gemeinde räumen. Nach ersten Schätzungen wurden mindestens 1600 Gebäude zerstört.

Erst jetzt stieß die Polizei auf einige wenige Bewohner, die trotz des Evakuierungsbefehls in der brennenden Stadt geblieben waren - unter ihnen eine Familie mit drei kleinen Kindern und ein älterer Mann mit Hund. Ihnen hätten die Mittel zur Flucht gefehlt, sagte ein Sprecher der kanadischen Polizei, Kevin Kunetzki. "Bei dem vielen Rauch, den wir haben, sorgen wir uns um ihre Gesundheit und setzen alle Hebel in Bewegung, damit sie schnell hier rauskommen."

Noch am Wochenende sollen auch die letzten von rund 25 000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, die aus Fort McMurray in den Norden geflohen waren. Dort schnitt ihnen das Feuer den Rückweg ab. Laut Kunetzki hatte die Polizei bis Samstagabend 1500 bis 1700 Fahrzeuge in Konvois durch die immer noch schwelende Stadt gen Süden geleitet. Andere wurden aus den Camps der Ölkonzerne im Norden ausgeflogen.

Ein Teil der Geretteten fand bei Freunden und Verwandten Unterschlupf, andere werden in Notlagern oder Hotels der Provinzhauptstadt mit dem Nötigsten versorgt. Selbst Fort McKay, eine von Kanadas First Nations mit nur 475 Ureinwohnern, nahm Hunderte von Menschen bei sich auf und bot ihnen Unterkunft, Essen und Kleidung.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau (44) sagte allen Betroffenen, die durch das Feuer Hab und Gut verloren haben, über Twitter Unterstützung zu: "Die Stadt, die jahrelang so viel zu Kanadas Wirtschaft beigetragen hat, braucht jetzt unsere Hilfe. Wir werden für Fort McMurray da sein." 

dpa

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