Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 11 ° Gewitter

Navigation:
Flugzeug lässt vor Notlandung 54 Tonnen Kerosin ab

Über der Westpfalz Flugzeug lässt vor Notlandung 54 Tonnen Kerosin ab

Ist ein Flugzeug bei einer Notlandung vollgetankt mit Kerosin, besteht für Fluggäste und Crew Lebensgefahr. Kommt es zur spontanen Landung, muss der Pilot möglichst viel von dem Treibstoff loswerden. Im besten Fall „über möglichst unbewohntem Gebiet“. So ist es jetzt in der Westpfalz geschehen.


Quelle: AP (Symbolbild)

Kaiserslautern. Ein Passagierflugzeug hat 54 Tonnen Kerosin über der Westpfalz abgelassen. Grund sei gewesen, dass das Flugzeug wegen technischer Probleme zum Frankfurter Flughafen zurückkehren und zur Landung Gewicht verlieren musste, sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) am Donnerstag. Das Flugzeug sei bereits am Montagabend unterwegs nach Kanada gewesen, habe aber wegen Problemen mit der Hydraulik umkehren müssen. Um welchen Flug es sich genau handelte, sagte die Sprecherin nicht. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) über den Fall berichtet.

Dass Sprit abgelassen werde, komme in Deutschland pro Jahr nur 20 bis 30 Mal vor – bei insgesamt drei Millionen Flugbewegungen, sagte die Sprecherin. Das geschehe nur in Fällen, in denen ansonsten eine große Gefahr für das Leben der Reisenden bestünde. Der Pilot könne dies auch nicht selbst entscheiden, sondern müsse auf Geheiß der Lotsen über möglichst unbewohnte Gebiete fliegen und dort den Sprit ablassen – in dem Fall zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern. Ob der Treibstoff überhaupt am Boden ankomme, sei unter Experten umstritten, berichtete der SWR.

Von RND/dpa

Augenblicke: Bilder aus Hannover und der Welt

Klicken Sie sich durch spektakuläre Fotos – ausgewählt von der HAZ-Redaktion.