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Panorama Flugzeugentführung in Bangladesch – Täter getötet
Nachrichten Panorama Flugzeugentführung in Bangladesch – Täter getötet
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18:26 24.02.2019
Das Flugzeug wurde von Spezialeinsatzkräften und der Feuerwehr umstellt. Quelle: AP
Dhaka

In Bangladesch ist ein Flugzeug nach einem mutmaßlichen Entführungsversuch in der Hafenstadt Chittagong notgelandet. Der mutmaßliche Entführer sei zunächst in Gewahrsam genommen worden und später aufgrund von Schussverletzungen gestorben, sagte General Motiur Rahman nach Angaben des Fernsehsenders ATN News am Sonntag.

Das Flugzeug der staatlichen Fluggesellschaft Biman Bangladesh war in der Hauptstadt Dhaka gestartet und befand sich auf dem Weg nach Dubai. Rund 40 Minuten nach dem Start sei der Pilot in Chittagong, das 252 Kilometer von Dhaka entfernt liegt, notgelandet, weil ein Besatzungsmitglied „verdächtiges Verhalten“ eines Mannes meldete, sagte Rezaul Karim, ein Mitarbeiter des Medienbüros der bangladeschischen Armee.

25-Jähriger zielte auf Soldaten

Alle 143 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit gebracht worden, sagte Mofidur Rahman, ein Befehlshaber der Luftwaffe. Die Situation sei unter Kontrolle, bestätigte auch Nur Islam, ein Sprecher der bangladeschischen Luftwaffe.

Nachdem der mutmaßliche Entführer mit einer Pistole auf Soldaten gezielt habe, hätten diese auf ihn geschossen, sagte Motiur Rahman. Es war zunächst unklar, wo die Schüsse fielen. Fernsehaufnahmen zeigten, wie Soldaten am Flughafen von Chittagong in Stellung gingen.

Der Mann habe vor seinem Tod mit seiner Frau und der Ministerpräsidentin Sheikh Hasina sprechen wollen, hieß es aus Militärkreisen. Er sei psychisch nicht stabil gewesen, sagte M. Naim Hassan von der Zivilluftfahrtbehörde. „Ich sage das wegen seines Verhaltens. Er wollte mit der Ministerpräsidentin sprechen“, so Hassan.

Von RND/AP