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Flutwarnung für Millionen Menschen

Osten der USA Flutwarnung für Millionen Menschen

Hurrikan „Joaquin“ bleibt zwar der US-Ostküste fern. Dennoch drohen dort wegen eines Tiefdruckgebiets heftige Regenfälle und Überschwemmungen. In vier Staaten ist bereits der Notstand ausgerufen.

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Helfer verladen Sandsäcke in Old Town Alexandria, Virginia, in Vorbereitung auf eine mögliche Flut durch Hurrikan „Joaquin“.

Quelle: Michael Reynolds/dpa

Charleston/Miami. Flutwarnung im Osten der USA: Millionen Menschen nahe der Atlantik-Küste haben sich am Samstag auf starke Regenfälle und Überschwemmungen eingerichtet. Vor allem im Bundesstaat South Carolina drohten nach Vorhersagen des Nationalen Wetterdienstes am Wochenende Niederschläge in „historischem Ausmaß“. Hier sowie in North Carolina, Virginia und New Jersey wurde bereits vorsorglich der Notstand ausgerufen.

Grund für die erwartete Misere ist aber weniger der Hurrikan „Joaquin“. Er wird entgegen ersten Befürchtungen nicht auf die US-Küste prallen, sondern steuert auf das offene Meer. Vielmehr hat sich ein Tiefdruckgebiet über dem Festland festgesetzt, das manchen Regionen innerhalb von fünf Tagen mehr als 30 Zentimeter Niederschlag bescheren könnte.

„Joaquin“, der am Samstag nach vorübergehender Abschwächung wieder zu einem Hurrikan der Kategorie 4 erstarkte, bringt aber zusätzliche Regenfälle und dürfte trotz seiner sicheren Entfernung vom Festland teils hohe Wellen an die Küste peitschen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Boden in den bedrohten Gebieten nach überdurchschnittlich starken Niederschlägen in den vergangenen Wochen kaum mehr aufnahmefähig ist.

Erwartet wurden neben teils schweren Überschwemmungen auch verbreitete Stromausfälle. In Charleston (South Carolina) standen bereits am Samstag zahlreiche Straßen unter Wasser. „Das ist nicht irgendein Regen“, zitierte der Sender CNN die Gouverneurin des Staates, Nikki Haley. „Das wird der schlimmste Regen, den wir jemals erlebt haben.“

„Joaquin“ hatte sich in den vergangenen Tagen nahe den Bahamas festgesetzt und dort nach Medienberichten Häuser zerstört und Bäume entwurzelt. Demnach war auch die Verbindung zu einigen dünn besiedelten Inseln abgerissen. „Joaquin“ zog am Samstag nordwärts in den Atlantik.

Derweil suchte die US-Küstenwache mit Flugzeugen, Hubschraubern und Kuttern nach einem im Hurrikan vermissten Frachter. Das Containerschiff „El Faro“ war nahe den Bahamas mit 33 Menschen an Bord in Seenot geraten. Zuletzt hatte es am Donnerstagmorgen (Ortszeit) Verbindung zu dem Schiff gegeben: Da hatte die Besatzung einen Hilferuf abgesetzt und von einbrechenden Wassermassen an Bord berichtet, die aber unter Kontrolle seien.

dpa

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