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Deutscher Forscher stirbt in Alpen-Höhle

Nach 17 Stunden Arbeit Deutscher Forscher stirbt in Alpen-Höhle

Ein deutscher Höhlenforscher ist während einer mehrtägigen Expedition in Österreich gestorben. Der 54-jährige Mann aus Walldorf in Baden-Württemberg hatte 17 Stunden durchgehend gearbeitet.

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In den österreichischen Ostalpen ist ein Höhlenforscher nach 17 Stunden Arbeit an Herzversagen gestorben.

Quelle: Christian Röwekamp/dpa

Berlin/Hallstadt. Der Tod eines deutschen Höhlenforschers bei einer Expedition in Österreich ist auf plötzliches Herzversagen zurückzuführen. Der 54-jährige Mann aus Walldorf in Baden-Württemberg hatte 17 Stunden durchgehend gearbeitet und kurz vor seinem Zusammenbruch über ein Kältegefühl im Körper geklagt, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Kollegen können Mann nicht mehr retten

Der Forscher war seit Freitag gemeinsam mit vier Kollegen in der 100 Kilometer langen Hirlatzhöhle in Oberösterreich unterwegs gewesen – einer der längsten Höhlen des Landes. Rund drei Gehstunden vom Eingang entfernt brach der Mann am Sonntag zusammen. Auch stundenlange Reanimationsversuche durch seine Kameraden konnten dem Mann nicht mehr helfen.

Arbeit setzt gute Kondition voraus

Am Sonntagmorgen alarmierten zwei Forscher den Bergrettungsdienst. Die beiden anderen blieben bei dem Leichnam. Am Sonntagnachmittag wurde der tote Forscher geborgen. Ein Team von mehr 40 Mitarbeitern der Höhlen- und Bergrettung waren daran beteiligt. Die Bergung dauerte mehrere Stunden.

Die Arbeit in den Höhlen ist zum Teil sehr anstrengend. Extreme Touren, die eine gute Kondition voraussetzen, seien nicht ungewöhnlich, sagte Christoph Preimesberger von der Bergrettung Hallstatt. Der 54-Jährige soll laut Angaben seiner Kollegen fit gewesen sein.

Im Juni 2014 war der Höhlenforscher Johann Westhauser in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden verunglückt. Er hatte durch einen Steinschlag in 1000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Er wurde in einer beispiellosen Aktion aus Deutschlands tiefster Höhle geholt.

dpa/wer

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