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Panorama Foto aus der Aida-Kabine zeigt Daniel Küblböck in Frauenkleidern
Nachrichten Panorama Foto aus der Aida-Kabine zeigt Daniel Küblböck in Frauenkleidern
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16:19 10.09.2018
Dieses Foto soll Daniel Küblböck kurz vor seinem Verschwinden auf der „Aidaluna“ gepostet haben. Quelle: dpa/screenshot/Instagram/rosa_luxem
Hamburg

Dass Daniel Küblböck ein Paradiesvogel ist, ist wohl unumstritten. Schon während seiner Zeit bei der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ fiel er mit schrillen Outfits auf – und androgynem Touch. An seiner Schauspielschule, dem Europäischen Theaterinstitut (ETI) Berlin, sollte Küblböck im Juli im Abschlussstück „Niemandsland / Terra de Ningúem“ einen Transsexuellen spielen. Bei der Premiere konnte der TV-Star aus gesundheitlichen Gründen aber offenbar nicht teilnehmen.

Ob Küblböck auch privat eine solche Neigung hat, ist unklar. Auf Instagram veröffentlicht er aber zahlreiche Selfies, die ihn geschminkt, mit glitzerndem Schmuck und in Frauenkleidern zeigen. Einige dieser Bilder sind offenbar auch in einer „Aida“-Kabine entstanden – sie wurden wenige Tage vor dem Verschwinden Küblböcks gepostet – stets mit „#transexuelle #transformation“ beschrieben.

Auch in der Freundschaft mit Travestiekünstlerin Olivia Jones war Transexualität ein Thema: „Er hatte mir mal ein Foto von sich als Frau gezeigt und ich hatte im Scherz zu ihm gesagt, dass er doch auch mal öfter als Frau rumlaufen könnte, sogar bei uns auf St. Pauli arbeiten könnte“, sagt die Drag Queen. „Und er meinte: ,Da bist du näher dran als du denkst…‘“

Küblböck habe Jones noch zur Premiere seines Stückes eingeladen. „In seiner letzten Whatsapp schrieb er: ,Hast du Lust zu unserem Abschlussstück zu kommen? Da spiele ich Aurora, eine der Hauptrollen. Eine Transe, die auf den Strich geht und schon fünfzig Mal vergewaltigt wurde, also meine Biografie sozusagen. :-)‘“

Die Travestiekünstlerin ist über das Verschwinden des Sängers geschockt: „Im Mai hat uns Daniel auf dem Kiez besucht und mit Fans in unserer Bar gefeiert. Er wirkte sehr glücklich und hat von seinen Plänen erzählt“, sagt Jones. Danach habe es immer wieder telefonischen Kontakt gegeben. „Er war ja durch und durch ein positiver Mensch und hat sich so darüber gefreut, dass ihm die Schauspielschule die Chance ermöglicht hat, auch mal ernst genommen zu werden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er seinem Leben ein Ende gesetzt hat.“

Nach dem Verschwinden Küblböcks wurde das ETI Berlin jedoch scharf kritisiert – und wies Mobbing-Vorwürfe zurück. „Auch das Mobbing an der Schauspielschule war ein Thema. Aber ich hatte das Gefühl, dass er damit ganz gut umgehen konnte“, sagt Jones. „Denn wir waren uns in gewisser Weise ähnlich: wir sind beide immer schon schrille Vögel gewesen, haben polarisiert. Er sprach von Mitschülern, die sich über ihn lustig machten und eine Dozentin, die ihn nicht so unterstützt hat, wie er das in der Situation gebraucht hätte.“

Haben Sie Suizidgedanken? Dann wenden Sie sich bitte an folgende Rufnummern:

Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 – 111 0 111 (ev.)

0800 – 111 0 222 (rk.)

0800 – 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Email: unter www.telefonseelsorge.de

Von RND

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