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Panorama Hollandes Friseur verdient 9895 Euro pro Monat
Nachrichten Panorama Hollandes Friseur verdient 9895 Euro pro Monat
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15:07 13.07.2016
Die Frisur sitzt: Dafür sorgt der persönliche Friseur des französischen Präsidenten François Hollande. Der Coiffeur bekommt pro Monat knapp 10.000 Euro, berichtet die Zeitung "Le Canard Enchaîné". Quelle: Stephanie Lecocq/dpa
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Paris

Der französische Präsident François Hollande leistet sich einen Friseur für fast 10.000 Euro im Monat. Der Coiffeur Olivier B. stehe bereits seit Hollandes Amtsantritt im Mai 2012 im Dienste des Staatschefs, berichtete die französische Enthüllungszeitung "Canard enchaîné" am Mittwoch und berief sich auf den Arbeitsvertrag des Mannes. Die Kosten trägt der Staat und damit der Steuerzahler.

"Die Angaben sind richtig", sagte Regierungssprecher Stéphane Le Foll zu einem Bericht der für ihre Enthüllungen bekannten Satirezeitung "Canard enchaîné". Le Foll gab sich zerknirscht: "Ich kann verstehen, dass das Fragen aufwirft." Zugleich wandte er ein: "Jeder frisiert sich, nicht wahr?"

24 Stunden für Hollande im Dienst

Der Élyséepalast verwies auf die langen Arbeitszeiten des Friseurs: Dieser frisiere Hollande jeden Morgen sowie erneut vor jeder öffentlichen Äußerung, falls nötig auch am Wochenende. Auch bei Reisen des Staatschefs mit mindestens einer Übernachtung ist der Friseur laut dem Artikel dabei. "Er steht dem Präsidenten 24 Stunden am Tag zur Verfügung, er lässt sich niemals durch Aushilfen vertreten", sagte seine Anwältin dem Wochenblatt.

Der 2012 geschlossene Vertrag mit dem Élyséepalast gilt dem veröffentlichten Auszug zufolge für die Dauer von Hollandes Amtszeit. Während der fünfjährigen Amtszeit Hollandes komme Olivier B. damit auf insgesamt 593.700 Euro brutto.

Der Friseur darf nichts ausplaudern

Die Zeitung zitiert eine Vertraute des Friseurs mit den Worten, er habe seinen Salon aufgeben müssen. Wegen der zeitraubenden Tätigkeit im Auftrag des Staatschefs habe er sogar die Geburt seiner Kinder verpasst.

Vom Coiffeur selbst wurde keine Aussage zitiert: Der Arbeitsvertrag verpflichte den Friseur zu strenger Verschwiegenheit – und zwar nicht nur über "die von ihm ausgeführten Arbeiten", sondern auch für "alle Informationen, die er sammele", schrieb die Zeitung. Gerade Frisöre gelten als gut informiert.

dpa/afp/RND/wer

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