Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Hooligans verwüsten die falsche Hochzeit
Nachrichten Panorama Hooligans verwüsten die falsche Hochzeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:51 07.01.2016
Während das Brautpaar in der Kirche heiratete, verwüsteten Hooligans ihre Hochzeitsfeier (CC BY-SA 3.0 / Perequart). Quelle: CC BY-SA 3.0/ Perequart
Anzeige
Denicé

Die unglaubliche Aktion spielte sich Anfang September in der nördlich von Lyon gelegenen Gemeinde Denicé ab. Rund 15 maskierte und mit Eisenstangen bewaffnete Männer attackierten den Ort der Hochzeitsfeier und zerstörten das Hochzeitsbuffet, während das Brautpaar und die Gäste sich noch in der Kirche befanden. Die Ermittler sprachen später von einer "paramilitärisch" organisierten "Kommando"-Aktion, verletzt wurde aber niemand.

Es war eine Verwechslung

Die frischgetrauten Brautleute wunderten sich beim Anblick des zerschlagenen Buffets, wer eine solche Wut gegen sie hegen könnte. Später kam heraus: Es war eine Verwechslung. Denn eigentlich zielten die Ultras des Saint-Etienne-Fanclubs Magic Fans auf den Hooligan Maxime G. ab. Der war früher selbst Mitglied der Magic Fans – und wechselte dann ins gegnerische Lager.

Für die Hooligans ist G. damit ein "Verräter" und "Abtrünniger", denn zwischen den Fans der Fußballclubs AS Saint-Etienne und Olympique Lyonnais herrscht traditionell Feindschaft. Zwischenzeitlich stand sogar der Verdacht im Raum, dass Maxime G. die gegnerischen Hooligans absichtlich auf eine falsche Spur setzte – und sie zur falschen Hochzeit lenkte. Das wegen Gewalttaten verurteilte Mitglied einer rechtsextremen Gruppierung hat das aber bestritten.

Haftstrafen für Hochzeitscrasher

So blieb der Angriff für ihn ohne Folgen. Nicht aber für neun der 15 Ultras des französischen Fußballvereins AS Saint-Etienne: Sie wurden am Mittwochabend wegen der fehlgeschlagenen Strafaktion zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

afp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Glück im Unglück hatte eine US-Star-Geigerin vor einem Konzert in Deutschland: Nachdem sie mit dem Regionalexpress von Mannheim nach Saarbrücken gefahren war, ließ die Frau beim Aussteigen ausgerechnet ihre millionenschwere Stradivari liegen – im Wert von 2,4 Millionen Euro.

07.01.2016

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln haben die Ermittler 16 Verdächtige ausgemacht. Festgenommen wurden bislang niemand. In Hamburg sind mittlerweile mehr als 50 Anzeigen eingegangen. Verdächtige wurden nicht ermittelt.

07.01.2016
Panorama Online-Petition für verstorbenen Sänger - Lemmy soll eigenes Element bekommen

Lemmy Kilmister, kürzlich verstorbener Frontmann der britischen Rockband Motörhead, soll Namensgeber für ein neu entdecktes chemisches Element im Periodensystem werden – zumindest nach Ansicht seiner Fans. Mehr als 70.000 Menschen fordern per Online-Petition den Namen "Lemmium".

07.01.2016
Anzeige