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Frau darf Hitlers Geburtshaus nicht behalten

Streit in Braunau Frau darf Hitlers Geburtshaus nicht behalten

Am 20. April 1889 wurde Adolf Hitler in dem kleinen Städtchen Braunau geboren. Sein Geburtshaus gehört heute einer Frau, die jetzt enteignet werden soll – aus Angst vor einer "nationalsozialistischen Wiederbetätigung" des Gebäudes.

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Adolf Hitlers Geburtshaus im oberösterreichischen Braunau.

Quelle: Matthias Röder/dpa

Braunau. Es hat zwei Stockwerke, sieht etwas verwahrlost aus und plagt den Staat Österreich seit vielen Jahren. Im Obergeschoss des Hauses in dem oberösterreichischen Städtchen Braunau brachte am 20. April 1889 eine junge Frau ein Kind zur Welt, das sich später zu einem der größten Verbrecher der Geschichte entwickelte. Es ist das Geburtshaus von Adolf Hitler. Die Regierung will die Eigentümerin des Hauses nun enteignen lassen.

Entsprechende Berichte bestätigte das Innenministerium in Wien. Nach jahrelangen erfolglosen Verhandlungen über die Nutzung des leer stehenden Hauses habe sich die Regierung entschlossen, den Weg zur Enteignung zu prüfen und eine dazu nötige Gesetzesänderung vorzunehmen. Die Eigentümerin, die das Gebäude bisher nicht verkaufen wollte, soll entschädigt werden.

Angst vor einer "nationalsozialistischen Wiederbetätigung"

"Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass die Enteignung der einzige Weg ist, um eine Nutzung des Gebäudes im Sinne einer nationalsozialistischen Wiederbetätigung ausschließen zu können", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Zuletzt gab es dubiose Versuche aus aller Welt, die Immobilie zu erwerben, unter anderem von einem russischen Duma-Abgeordneten. Nun wolle der Staat "den Spuk beenden".

Das Haus wurde nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 von den Nationalsozialisten gekauft, 1952 wurde es der ehemaligen Besitzerfamilie zurückgegeben. Österreich schloss später einen Mietvertrag ab, der immer wieder verlängert wurde. Seit 2011 steht das Gebäude leer. Die Regierung will nun eine Kommission einsetzen, die Empfehlungen für eine "adäquate Nutzung" erarbeitet.

Von Sandra Walder

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