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Panorama Middelhoff darf in den offenen Vollzug
Nachrichten Panorama Middelhoff darf in den offenen Vollzug
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21:48 20.05.2016
Der frühere Top-Manager Thomas Middelhoff darf seine Haft vorerst im offenen Vollzug verbüßen (Archivbild). Quelle: Guido Kirchner/dpa
Bielefeld

Der frühere Top-Manager Thomas Middelhoff darf seine Haft vorerst im offenen Vollzug verbüßen. Es hätten sich im mehrtägigen Aufnahmeverfahren mit Medizinchecks und längeren Gesprächen keine Hinweise für Fluchtgefahr oder die Gefahr neuer Straftaten ergeben, sagte die Leiterin der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne, Kerstin Höltkemeyer-Schwick, am Freitag. Die Entscheidung gelte natürlich nur, wenn Middelhoff sich weiter an die Regeln halte.

Der 63-Jährige war wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sehr kurzfristig werde nun auch entschieden, ob Middelhoff als Freigänger tagsüber wieder außerhalb der Anstalt arbeiten darf, sagte Höltkemeyer-Schwick.

Middelhoffs Lohn würde an einen Insolvenzverwalter gehen

Der ehemalige Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor hatte Anfang Mai eine Stelle als Hilfskraft in einer Behindertenwerkstatt in Bielefeld angetreten. Seit Antritt seiner Haft am 13. Mai durfte er während des Aufnahmeverfahrens die Anstalt aber zunächst nicht verlassen und war deshalb auch nicht bei der Arbeit.

Middelhoff wirke ruhig und gefasst, sagte die Anstaltsleiterin, die auch selbst mit dem Ex-Manager gesprochen hatte. Er habe Zeit genug gehabt, sich mit der Haft auseinanderzusetzen. Mit 1500 Häftlingen ist die Bielefelder Anstalt bundesweit die größte Einrichtung für den offenen Vollzug. Häftlinge im offenen Vollzug können zum Beispiel tagsüber arbeiten gehen und dann nur die Nächte in Haft verbringen.

Falls Middelhoff weiter arbeiten darf, geht sein Lohn von 1785 Euro brutto an einen Insolvenzverwalter, wie der Rechtsanwalt des Managers, Hartmut Fromm, vorab erläutert hatte. Middelhoff hatte vor gut einem Jahr Privatinsolvenz anmelden müssen. Seine Gläubiger machen Millionenforderungen gegen ihn geltend.

dpa/RND

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