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Geflohener Sexualstraftäter wieder hinter Gittern

Oldenburg Geflohener Sexualstraftäter wieder hinter Gittern

Der geflohene Sexualstraftäter sitzt wieder hinter Gittern - wohl hinter dickeren als in der niedersächsischen Klinik, aus der er ausgebrochen war. Dort denkt man über die Sicherheit nach. Der 40-Jährige hatte die Gitterstäbe aufgebogen.

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Der ausgebrochene Sexualstraftäter aus Niedersachsen ist nach seiner Flucht aus einer Klinik wieder im Gefängnis.

Quelle: dpa

Oldenburg. Der ausgebrochene Sexualstraftäter aus Niedersachsen ist nach seiner Flucht aus einer Klinik wieder im Gefängnis. Er werde in Lingen befragt und medizinisch behandelt, sagte ein Sprecher der Polizei Oldenburg am Montag. Der 40-Jährige hatte sich bei seinem Ausbruch aus dem Landeskrankenhaus in Bad Zwischenahn am Samstag den Fuß gebrochen.

Dem schlanken Mann war es nach Polizeiangaben gelungen, die Gitterstäbe mit Hilfe einer Schnur und eines Besenstiels so weit aufzubiegen, dass er hindurchdurchschlüpfen konnte. Die Behörden denken nun über verschärfte Sicherheitsvorkehrungen nach. Es werde überlegt, die Gitterstäbe zu verstärken, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums am Montag in Hannover.

Erfolg mit Fahndungsfoto

Ein Mitarbeiter, der sich nach der Flucht des 40-Jährigen ein Bild über die Sicherheit gemacht hatte, sollte am Montag Bericht erstatten.

Der als gewalttätig geltende Mann wurde am Sonntagabend in Oldenburg gefasst. Eine Frau hatte ihn anhand des Fahndungsfotos erkannt, das in den Medien verbreitet worden war. „Nach jetzigem Stand sieht es so aus, als dass es glücklicherweise nicht zu einer Sexualstraftat oder ähnlichem durch ihn gekommen ist“, sagte der Polizeisprecher.

Bei seinem Ausbruch hatte der sehr schlanke Mann die Sicherung des Fensters mit einfachen Mitteln überwunden. Er habe eine breite Schnur oder ein Seil zwischen zwei Gitterstäben befestigt und diese dann mit Hilfe eines Besenstiels aufgezwirbelt, so dass sich ein Gitterstab verbogen habe. „Dadurch ist ein größerer Spalt entstanden, durch den er dann klettern konnte“, sagte der Polizeisprecher.

Der Mann war im Januar 2010 wegen einer Vergewaltigung verurteilt worden. Bereits 2004 hatte er wegen versuchter Vergewaltigung, Geiselnahme und gefährlicher Körperverletzung eine Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren bekommen.

Der Mann war nach Angaben von Chefarzt Joachim Dedden der erste, dem die Flucht vom Gelände des Landeskrankenhauses gelang. Seit acht Jahren werden in der Klinik Sexualstraftäter untergebracht. Seit Samstagmorgen lief einen Großfahndung nach dem 40-Jährigen.

kas/dpa

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