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Protest

Geflügelschlachthof-Gegner besetzen Acker im Kreis Peine


Gegner des Geflügelschlachthofs in Wietze bei Celle haben am Montag einen Stoppelacker im Kreis Peine besetzt. Dort soll eine Hähnchen-Mastanlage gebaut werden, die an den Schlachthof Wietze liefern soll. Wenige Stunden später räumte die Polizei das Gelände.
Zwei Polizisten tragen auf einem Stoppelacker bei Alvesse (Landkreis Peine) einen Gegner der dort geplanten Hähnchen-Mastanlage vom Feld.

Zwei Polizisten tragen auf einem Stoppelacker bei Alvesse (Landkreis Peine) einen Gegner der dort geplanten Hähnchen-Mastanlage vom Feld.

© dpa

Gegner des geplanten Geflügelschlachthofs in Wietze haben am Montag im Kreis Peine für etwa sechs Stunden einen Stoppelacker besetzt. Auf dem Feld bei Alvesse soll eine Hähnchen-Mastanlage gebaut werden, die an den umstrittenen Schlachthof in Wietze bei Celle liefern soll. 12 Personen hatten sich laut Polizei an der Aktion beteiligt. Etwa die Hälfte der jungen Leute habe das Feld freiwillig geräumt, die andere Hälfte musste von den Beamten weggetragen werden.

Ein junger Mann musste noch länger ausharren, er hatte seinen Arm in einem Betonfass angekettet. „Spezialisten der Polizei müssen ihn befreien“, sagte Polizeisprecher Stefan Rinke am Mittag. Der Landkreis hatte den Besetzern eine Frist bis 12.00 Uhr gesetzt. Nach der Feststellung der Personalien sollten die jungen Leute des Platzes verwiesen werden. In Vechelde, zu dem Alvesse gehört, hatte es am Montag eine Anhörung zum Bau der Mastanlage gegeben.

Die Unternehmensgruppe Rothkötter will in Wietze den Schlachthof bauen und nach eigenen Angaben 60 Millionen Euro in den ersten Bauabschnitt investieren. Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg hatte die Schlachtung von knapp 2,6 Millionen Hähnchen wöchentlich genehmigt. Hähnchenmastbetriebe im Umkreis von rund 150 Kilometern sollen die Tiere für den Schlachthof liefern. Gegen den Bau des Schlachthofes hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder Proteste gegeben. Zahlreiche Bürgerinitiativen haben sich formiert.

dpa

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  • Schlachthof Wietze Claudia – 22.08.10
    Die nächsten Wahlen werden ja kommen. Da werden einige Politiker feststellen müssen, wieviele Tierschützer es gibt, und eigendlich sind es noch zuwenig. Auch wenn Frau Grotelüschen anderer Meinung ist.
  • Dank Der grosse boese Wolf – 17.08.10
    Dem Dank von E. Petras an die Aktivisten kann man sich nur anschließen. Selbst wenn in Peine und anderswo rund um Hannover mind. 150 neue Massenzuchtanlagen gebaut werden, was leider zu erwarten ist sollte der Großschlachthof in Wietze gebaut werden, so machen diese aktiven Tierschützer den Leuten doch bewusst was sie da essen. Und genau an diesem Ende der Produktionsspirale muss sich etwas ändern damit solche tierquälerischen Anlagen zukünftig nicht mehr gebaut werden.
  • Dank E. Petras – 17.08.10
    Mein Dank geht an diese jungen Leute, die Mut, Engagement und Beschwerden aufbrachten, sich selbst und ihren guten Ruf einsetzten, um ein Zeichen gegen den immer stärker um sich greifenden unmenschlichen Umgang mit Tieren zu setzen. Solange es noch solche Menschen gibt, habe ich Hoffnung, dass sich doch noch mal etwas ändert!
  • Zuviel Emma M. – 16.08.10
    Die damalige Besetzung des Boehringergeländes in Hannover, der Prozess, der jetzt gegen die jungen Menschen geführt wird und die Besetzungen in Wietze und auf dem anderen Acker. Selbst wenn ich glaube, dass sie sich doch mal Arbeit suchen sollten, finde ich diese großen Stallanlagen und die Schlachtanlage für zuviel! Das braucht doch kein Mensch und die Tiere leiden nur unnütz.
    Meinen Hühnern im Garten geht es gut und die können noch im Sand scharren.
  • Feldbesetzung gegen Hähnchen-Mastanlage bei Braunschweig ... – 16.08.10
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