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Panorama Wer in High-Heels umknickt, ist selbst schuld
Nachrichten Panorama Wer in High-Heels umknickt, ist selbst schuld
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18:36 25.05.2016
Frauen sollten gut aufpassen, wenn sie auf hohen Schuhen laufen: Wer umknickt, ist nämlich selbst schuld, hat ein Gericht entschieden. Quelle: Jens Büttner/dpa (Symbolbild)
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Hamm/Marl

Stöckelschuhträgerinnen sind selbst schuld, wenn sie mit ihren hohen Absätzen an Fußmatten oder anderen erwartbaren Hindernissen hängenbleiben. Das hat das Oberlandesgericht im westfälischen Hamm im Fall einer Klägerin aus Marl entschieden.

Mit 4,5-Zentimeter-Absätzen an Fußmatte gestolpert

Bei einem Besuch des dortigen Stadttheaters hatte sich die Frau 2014 den Fuß gebrochen. Sie war mit ihren schmalen, mindestens 4,5-Zentimeter-Absätzen in den Löchern einer Gummilochmatte hängengeblieben und gestürzt. Weil sie mehrere Monate weder arbeiten noch Sport treiben konnte, verklagte sie die Ruhrgebietsstadt auf 2000 Euro Schmerzensgeld und fast doppelt so viel Schadenersatz.

Ihre Auffassung, die Stadt habe durch die Stolperfalle ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt, teilten die Richter jedoch nicht.

Die von der Matte ausgehenden Gefahren seien für Theaterbesucher erkennbar und beherrschbar gewesen, urteilten sie laut Mitteilung vom Mittwoch. Trägerinnen von High Heels seien zu angepasstem Verhalten verpflichtet und müssten die "allgemeine Gefahrerhöhung, die von kleinflächigen Absätzen von Stöckelschuhen ausgehe", berücksichtigen. Wäre die Frau vorsichtiger gegangen, hätte sie die Schmutzfangmatte unfallfrei passieren können, entschieden die Richter – wie schon das Landgericht Essen in erster Instanz.

dpa/RND

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