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Häftling findet sein Fluchtauto nicht

Gescheiterter Gefängnisausbruch Häftling findet sein Fluchtauto nicht

Zwei Frauen und ein Mann wollten einen Häftling aus dem Gefängnis befreien. Aber der Versuch scheiterte, weil Helfer und Gefangener das Fluchtauto nicht fanden. Außerdem war der Häftling wohl kein besonders guter Läufer.

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Zwei Frauen und ein Mann wollten einen Häftling aus dem Gefängnis befreien. Der Versuch scheiterte. Gefängnisbedienstete könnten den flüchtenden Mann wieder festnehmen. (Symbolbild).

 

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Bayreuth. Für die versuchte Gefangenenbefreiung stand der 34-jährige Helfer nun vor Gericht. Er kam mit einer relativ milden Strafe davon. Das Amtsgericht Bayreuth verurteilte ihn zu vier Monaten Gefängnis. Er hatte nach den Worten des Richters auf "ziemlich dilettantische" Weise versucht, einen Gefangenen aus dem Bayreuther Gefängnis zu befreien.

Der Mann hatte sich vor dem Bayreuther Gefängnis in Position gebracht, als der Häftling mit anderen Gefangenen zum Arbeitsdienst aus der Anstalt geführt wurde. Dann war er mit ihm weggerannt. Auf der Flucht gab er ihm seine Jacke, damit er nicht als Häftling erkannt wird.

Häftling war angeblich zu langsam

Zwei Komplizinnen, die in einem Auto warteten, wollten die beiden mitnehmen – aber die Männer fanden das Fluchtauto nicht. Zudem verloren sich der Häftling und sein Fluchthelfer aus den Augen. Der Grund dafür war, wie der Angeklagte sagte: "Der war zu langsam."

Gefängnisbedienstete nahmen den Häftling kurz darauf wieder fest. Der Angeklagte stellte sich vor Gericht als Mitläufer dar, der nur helfen wollte: "Ich war nur Depp vom Dienst." Eine der beiden Frauen hat Kinder mit dem Gefangenen, sie habe den Befreiungsplan geschmiedet. Eine der Töchter soll angeblich in ein Heim kommen. Ihr Vater habe sie noch einmal sehen wollen und deshalb den Ausbruch versucht.

In der Sache räumte der angeklagte Fluchthelfer die Vorwürfe dennoch ein. Da er aber 13 Vorstrafen mitbrachte und die Tat verübte, während er unter Bewährung stand, muss er nun ins Gefängnis. Die mutmaßliche Haupttäterin war zuvor in einer anderen Sache zu einer Haftstrafe verurteilt worden – daher ging sie für den Befreiungsversuch straffrei aus. Auch das Verfahren gegen die andere Komplizin wurde eingestellt.

dpa/RND

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