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Eidechsen bremsen Stuttgart-21-Bau

Geschützte Tiere Eidechsen bremsen Stuttgart-21-Bau

Wegen geschützter Eidechsenarten könnte sich der Bau der geplanten S21-Schnellstrecke Stuttgart-Ulm erneut verzögern. Die Tiere müssen nun umgesiedelt werden. Keine einfache Aufgabe: Die Echsen dürfen nur zu bestimmten Zeiten im Jahr gestört werden.

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Der Name Zaun-Eidechse beschreibt die bevorzugten Aufenthaltensgebiete der Tiere, nämlich Grenzstrukturen und Übergangsbereiche.

Quelle: Patrick Seeger/dpa

Stuttgart. Mehrere hundert Mauer- und Zauneidechsen bremsen das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm aus. Bei einer Begehung am geplanten Albvorlandtunnel habe man die geschützten Reptilien vor kurzem entdeckt, sagte S-21-Sprecher Jörg Hamann am Donnerstag. Für den Bau habe die Bahn aber bereits seit mehr als einem Jahr einen Planfeststellungsbeschluss gehabt. Nun muss sich der Bauherr um den Naturschutz kümmern.

"Schon vier Monate verloren"

Die Tiere müssen umgesiedelt werden. Dafür sei ein aufwendiges Änderungsverfahren nötig, das vom Eisenbahn-Bundesamt genehmigt werden müsse. "Wir hätten mit dem Bau schon gern im Frühjahr begonnen, haben jetzt schon drei, vier Monate verloren", sagte Hamann.

Das Problem: Eidechsen dürfen nur in bestimmten Perioden und nicht zu Winterschlaf- und Brutphasen umgesiedelt werden. "Wir hoffen, dass das Bundesamt die Priorität des Genehmigungsverfahrens erkennt, damit wir spätestens im August umsiedeln können", sagte Hamann. Sonst könnte sich der Bau bis in den nächsten Frühling verzögern.

dpa

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