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Gesprengte Geldautomaten: Verdächtige gefasst

Zwei Männer aus NRW Gesprengte Geldautomaten: Verdächtige gefasst

Nicht nur in Niedersachsen, auch in Nordrhein-Westfalen flogen zuletzt reihenweise Geldautomaten in die Luft. Nun vermeldet die Polizei dort einen Fahndungserfolg: Zwei Verdächtige sind festgenommen. Sie sollen mindestens siebenmal zugeschlagen haben – allerdings ohne Beute.

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Die Polizei fand im Fahrzeug der beiden Tatverdächtigen eine Gasflasche, Werkzeug und ein Magnetblaulicht. Sie nahm die Männer daraufhin fest.

Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

Hennef. Nach einer Serie gesprengter Geldautomaten mit hohen Schäden hat die Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Sie könnten nach ersten Ermittlungen für mindestens sieben Taten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verantwortlich sein, teilten die Ermittler am Montag mit. Dabei handele es sich allerdings um Fälle, bei denen die Täter keine Beute gemacht hätten – etwa weil die Automaten der Gasexplosion standhielten.

Dutzende Fälle in NRW und Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden seit Monaten von mehreren Banden heimgesucht, die Geldautomaten in die Luft jagen, um an Bargeld zu kommen. Die Schäden liegen in Höhe von mehreren Millionen Euro. Allein das Landeskriminalamt NRW zählte bis zum Montag 58 Fälle. Bundesweit waren es seit Anfang des Jahres 2015 mehr als 300, in Niedersachsen bislang 21, wie das LKA Niedersachsen am Montag mitteilte. Hier wurde erst vor einer Woche in Twist im Emsland ein Geldautomat gesprengt.

Die Explosionen gehen demnach auf das Konto unterschiedlicher Gruppen und auch Einzeltäter. Das Vorgehen sei aber immer gleich: Die Täter leiteten ein Gasgemisch in den Geldautomaten, brächten ihn zur Explosion und versuchten, das Bargeld zu erbeuten. Den Ermittlern zufolge kommen die Banden zum Teil aus den Niederlanden und schlagen besonders oft im Grenzgebiet zu.

Männer waren in Unfall verwickelt

Bei den nun Festgenommenen handelt es sich allerdings um zwei Männer aus Troisdorf (Rhein-Sieg-Kreis). Der 18- und der 23-Jährige wurden am Samstag bei Hennef angehalten, nachdem ihr Auto in einen Verkehrsunfall verwickelt worden war. Nach Angaben der Polizei flüchteten sie zunächst. Wenig später wurden sie aber gestoppt.

Passendes Werkzeug im Kofferraum

In dem Wagen entdeckten die Beamten eine Gasflasche und anderes Werkzeug, das sie Spreng-Versuchen in Troisdorf, Niederkassel, Bad Honnef, Hennef (alle Rhein-Sieg-Kreis), Bonn und Rheinbreitbach (Rheinland-Pfalz) seit Ende November zuordneten.

Verdächtige schweigen

Die Täter sollen dabei Gas in die Automaten geleitet und mit einer Lunte angezündet haben. Die bislang letzte Explosion aus dieser Serie ereignete sich am Dienstag vergangener Woche. Das Foyer der Bankfiliale in Hennef war dabei erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die beiden Männer schweigen zu den Vorwürfen. In ihren Wohnungen wurde den Ermittlern zufolge aber weiteres belastendes Material gefunden.

dpa/wer

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