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Blitzeinschlag auf Fußballfeld verletzt viele Kinder

Gewitter am Wochenende Blitzeinschlag auf Fußballfeld verletzt viele Kinder

Am Wochenende lagen schwere Gewitter in der Luft: Europaweit gab es einen Toten und zahlreiche Verletzte. Bei einem Blitzschlag auf einem Fußballplatz in Rheinland-Pfalz sind am Sonnabend 33 Menschen verletzt worden, darunter überwiegend Kinder. 

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Aus heiterem Himmel? Auf dem Sportplatz in Hoppstädten schlug der Blitz ein. Über die Wetterlage zum Unglückszeitpunkt gibt es unterschiedliche Angaben.

Quelle: dpa

Hoppstädten/Rheinland-Pfalz. Bei einem Blitzschlag auf einem Fußballplatz in Rheinland-Pfalz sind 33 Menschen verletzt worden, darunter überwiegend Kinder. Der Zwischenfall ereignete sich am Sonnabend nach dem Abpfiff eines Fußballspiels von zwei E-Jugend-Mannschaften in Hoppstädten. 29 Kinder im Alter von neun bis elf Jahren und vier Erwachsene wurden verletzt. Sie hatten auffällige Herzfunktionen und wurden ins Krankenhaus gebracht. Am Sonntag befanden sie sich nach Angaben der Polizei auf dem Weg der Besserung.

Beim Tief "Elvira" gab es in Deutschland zahlreiche Verletzte.

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Am schwersten verletzt worden war ein 45 Jahre alter Betreuer, der einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatte. Er war von Ersthelfern wiederbelebt worden. Zu den verletzten Erwachsenen gehören auch der Schiedsrichter und zwei weitere Männer. Über die genaue Wetterlage zum Zeitpunkt des Unglücks gab es Sonntag unterschiedliche Angaben. Die Polizei berief sich auf Anwesende, der Blitz sei „bei wolkenlosem Himmel“ eingeschlagen. Volker Emrich, Vorsitzender eines anderen Sportvereins in Hoppstädten, sagte, über dem Sportplatz habe es keine Wolken am Himmel gegeben. Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach sagte, das Wetter sei allem Anschein nach über Hoppstädten nicht so gut gewesen. „Zumindest muss man aufziehende Wolken beobachtet haben.“ Nach dem Blitzeinschlag herrschte auf dem Spielplatz Angst. „Einige Kinder waren schreiend auf dem Sportgelände herumgelaufen“, teilte die Polizei mit.

Doch nicht nur in vielen Teilen Deutschlands blitzte und donnerte es – auch andere europäische Länder hatten unter dem Wetter samt Wassermassen zu leiden. Bei einem Gewitter in einem Park in Paris wurden elf Menschen verletzt, darunter acht Kinder. Die Gruppe habe in dem Park einen Geburtstag gefeiert, als ein Blitz einschlug, sagte ein Sprecher der Pariser Feuerwehr.

In Südpolen wurde ein 40-Jähriger bei einer Bergwanderung in den Beskiden von einem Blitz erschlagen, wie die örtlichen Medien berichteten. In derselben Region wurden drei Menschen durch Blitze verletzt, ein 61-Jähriger ertrank in einem überfluteten Wildbach.

Flutlichtmasten und nasser Rasen sind oft fatale Ziele für Blitze. Einige Unglücke:

16. August 2015: Im sächsischen Bräunsdorf schlägt während eines Fußballspiels ein Blitz auf dem Spielfeld ein. 22 Menschen werden leicht verletzt.

14. Juli 2009: Im obersteirischen Leoben schlägt ein Blitz in der Nähe eines Torpfostens ein. Spieler und Zuschauer werden von der Wucht des Einschlags umgerissen. 25 Menschen werden verletzt.

2. Mai 2009: Bei einem Blitzeinschlag auf einem Fußballplatz in Ingoldingen (Baden-Württemberg) werden 26 Menschen verletzt, einer davon lebensgefährlich.

von Joachim Baier

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