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Panorama Grabräuber stehlen Murnaus Kopf
Nachrichten Panorama Grabräuber stehlen Murnaus Kopf
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17:52 14.07.2015
Grabräuber haben den Kopf des Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau aus der Familiengruft auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf gestohlen. Quelle: dpa
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Stahnsdorf

Nach Angaben der Potsdamer Polizei vom Dienstag wurde das Fehlen der Knochenteile am Montagmorgen bemerkt. Die Täter hätten sich auf bislang unbekannte Weise Zutritt zu der Grabkammer auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf bei Potsdam verschafft. Seit wann die Skelettteile verschwunden sind, könne bisher noch nicht genau gesagt werden, hieß es. Die Polizei ermittele zum Verdacht der Störung der Totenruhe und des Diebstahles und sucht Zeugen.

Nach Informationen der "Bild" und der "B.Z." vom Dienstag handelt es sich um den Leichnam des 1931 gestorbenen Stummfilm-Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau. Die Verwaltung des Friedhofs in Stahnsdorf südwestlich von Berlin bestätigte die Berichte.

Ermittler finden Wachsreste

Die Täter gingen offenbar gezielt vor: Die beiden Särge von Murnaus Brüdern wurden nicht angefasst, sondern nur der Metallsarg, in dem der balsamierte Leichnam des Regisseurs liegt. Die Ermittler fanden in der Gruft Wachsreste, die von den Tätern stammen könnten. Daher werde ein okkulter Hintergrund nicht ausgeschlossen, hieß es in den Zeitungsberichten.

Der 1888 geborene Friedrich Wilhelm Murnau gilt als einer der bedeutendsten deutschen Stummfilm-Regisseure. Zu seinem berühmtesten Werk zählt der expressionistische Film "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" von 1922. Darin erzählt der Regisseur die Geschichte des Vampirs Graf Orlok.

Murnau (Foto: dpa) starb 1931 bei einem Autounfall im kalifornischen Santa Monica. Sein Leichnam wurde nach Deutschland überführt und in Stahnsdorf beigesetzt. Der Stahnsdorfer Südwestkirchhof ist der größte evangelische und zweitgrößte Friedhof in Deutschland. Auf ihm sind zahlreiche Prominente bestattet, darunter die Künstler Lovis Corinth und Heinrich Zille, der Komponist Engelbert Humperdinck und Verlagsgründer Gustav Langenscheidt.

dpa/epd

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