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Greenpeace versenkt wieder Felsen vor Sylter Außenriff

Umweltaktion Greenpeace versenkt wieder Felsen vor Sylter Außenriff

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben am Dienstag erneut schwere Felsbrocken vor dem Sylter Außenriff versenkt. Um 7 Uhr sei die Aktion bei ruhigem Wetter gestartet, sagte die Greenpeace-Meeresbiologin Iris Menn.

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Um Fische und andere Meerestiere zu schützen, versenkt Greenpeace wieder Felsen in der See.

Quelle: dpa

Zuvor hatte Greenpeace in Hamburg mitgeteilt, die schweren Steine sollten die Schleppnetzfischerei und den Sand- und Kiesabbau in dem Meeresschutzgebiet behindern. Die Organisation rief die Bundesregierung dazu auf, das zu den NATURA-Schutzgebieten der EU gehörende Riff mit den entsprechenden Maßnahmen zu schützen. Seit 2008 hat Greenpeace westlich der Nordseeinsel Sylt schon 320 Felsen im Meer versenkt.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte am Donnerstag den Rechtsstreit um das Verbot der Aktion 2008 durch die Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nord zurück an das Verwaltungsgericht Schleswig verwiesen. Die WSD Nord wollte am Dienstag prüfen, welche Aktionen Greenpeace aktuell durchführt und dann das eigene weitere Vorgehen prüfen. „Wir gehen aber davon aus, dass die Greenpeace-Aktivität rechtswidrig ist“, sagte ein Sprecher der WSD Nord.

Der Vorsitzende des Landesfischereiverbandes Schleswig-Holstein, Lorenz Marckwardt, bezeichnete die Aktion als „große Sauerei“. Greenpeace nehme billigend in Kauf, dass Schiffe und Besatzungen „vernichtet werden“. Die Organisation hätte die vom Bundesverwaltungsgericht geforderten Untersuchungen zu Gefahren abwarten sollen, die durch die Steine ausgelöst werden. Auch die Behörden griff Marckwardt scharf an, da sie die Aktion nicht schon im Vorfeld unterbunden hätten. Wenn die Behörden nur zuschauten, heiße das, Deutschland wolle keine Fischerei mehr.

dpa

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