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Mann sitzt stundenlang mit Waffe auf Gehweg

Sorgerechtsstreit in München endet mit Schießerei Mann sitzt stundenlang mit Waffe auf Gehweg

In München ist offenbar ein Sorgerechtsstreit zwischen mehreren Personen eskaliert: Schüsse fielen, ein Mann wurde verletzt. Die Polizei hatte erst am Dienstagabend den mutmaßlichen Täter überwältigen können – zuvor hatte der psychisch labile Mann stundenlang mit einer scharfen Waffe auf dem Gehsteig gesessen.

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Großeinsatz der Polizei in München: Ein Mann wurde durch Schüsse verletzt. 

Quelle: Sven Hoppe/dpa

München. Schüsse hallen durch die Straße, ein Mann wird schwer verletzt: Eine eskalierende Auseinandersetzung zwischen zwei Männern und einer Frau hat am Dienstagabend in München einen Großeinsatz der Polizei nach sich gezogen. Anlass war nach ersten Erkenntnissen offenbar ein Sorgerechtsstreit. Erst nach rund drei Stunden hatten die Beamten die Situation entschärfen und den mutmaßlichen Täter überwältigen können.

"Auch die Polizei hat geschossen"

"Das war ein taktischer Zugriff von Spezialkräften", schilderte ein Polizeisprecher. Der Mann, der zuvor lange mit einer Waffe in der Hand auf dem Gehsteig mit Suizid gedroht hatte, sei "Argumenten nicht zugänglich" gewesen.

Zuvor war "der Streit wohl eskaliert, es sind Schüsse gefallen", schilderte der Polizeisprecher. Ein laut Augenzeugen jüngerer Mann kam mit mehreren Schussverletzungen in ein Krankenhaus. Der 40 Jahre alte mutmaßliche Täter erlitt einen nicht lebensgefährlichen Streifschuss. Von wem dieser abgefeuert worden war, blieb zunächst unklar. "Auch die Polizei hat geschossen", bestätigte deren Sprecher. Eine ebenfalls in die Situation verwickelte 24-Jährige war äußerlich unverletzt in Sicherheit gebracht worden.

Mutmaßlicher Täter su­i­zid­ge­fähr­det

Die Polizei hatte zunächst versucht, mithilfe von Psychologen den Mann zum Aufgeben zu bewegen – erfolglos. Daraufhin habe das Spezialeinsatzkommando (SEK) zugegriffen, erläuterte der Sprecher. Denn endlos habe man auch nicht warten können. "Er hat eine scharfe Waffe in der Hand, das ist schon eine gefährliche Situation." Bei dem Zugriff wurde demnach niemand verletzt.

Die Absperrungen in dem beliebten Wohnviertel Maxvorstadt waren während der Ermittlungen zunächst stehen geblieben. Während des Einsatzes waren anwesende Anwohner von der Polizei aufgefordert worden, nicht aus dem Fenster zu schauen.

Augenzeugen schilderten einen Großeinsatz der Beamten. Demnach verschanzten sich mehrere Polizisten mit Waffen im Anschlag hinter Autos und mobilen Schutzwänden. Dutzende Polizisten und Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Straße wurde weiträumig abgesperrt.

dpa

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