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Großrazzien im Kampf gegen die italienische Mafia

Norditalien Großrazzien im Kampf gegen die italienische Mafia

Die Mafia ist in Italien nur schwer kleinzukriegen: In einem Großeinsatz sind Spezialeinheiten gegen mutmaßliche Mitglieder der Ndrangheta ausgerückt. Dabei haben die Fahnder Mafia-Gut im Wert von mehr als 70 Millionen Euro beschlagnahmt.

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Die italienische Polizei ist in einer Großrazzia gegen die italienische Mafia ausgerückt.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Mit 150 Haftbefehlen ist die italienische Polizei zu mehreren Großrazzien gegen die Mafia ausgerückt. Spezialeinheiten gingen am Mittwoch gegen mutmaßliche Mitglieder der von Kalabrien aus gesteuerten ’Ndrangheta in Turin, Mailand, Modena und Reggio Calabria vor. Hunderte von Beamten waren bei der Operation „Minotauro“ im Einsatz. Zur genauen Zahl der Festgenommenen lagen zunächst keine Angaben vor.

Geleitet wurden die Einsätze von der Anti-Mafia-Sektion der Turiner Staatsanwaltschaft. Den Festgenommenen wird vor allem Drogenhandel, illegaler Waffenbesitz, Betrug, Wucher und Erpressung vorgeworfen, wie italienische Medien von der Aktion berichteten.

Mehr als 120 Villen, Wohnungen und Ländereien wurden beschlagnahmt

Im Zuge der zahlreichen Durchsuchungen legten die Fahnder Hand auf Mafia-Gut im Wert von 70 Millionen Euro. Etwa 100 Finanzpolizisten waren eingesetzt, um unter anderem in der piemontesischen Hauptstadt Turin mehr als 120 Villen, Wohnungen und Ländereien der ’Ndrangheta zu beschlagnahmen. Sie versiegelten vorsorglich auch zehn Unternehmen. Mehr als 200 Konten und Tresorfächer wurden gesperrt.

In einer der größten Anti-Mafia-Aktionen seit Jahren waren im Juli 2010 mehr als 300 ’Ndrangheta-Verdächtige vor allem in der Lombardei den Einsatzkräften ins Netz gegangen. Gegen 39 von ihnen begann der Prozess im Mai, ein zweites Mammutverfahren gegen 119 Verhaftete soll an diesem Donnerstag in Mailand eröffnet werden. Die Großrazzien in Norditalien zeigen, wie stark die von Süditalien aus operierende ’Ndrangheta inzwischen gerade auch in diesen Regionen verankert ist.

dpa

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