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Wallraff besiegt Diekmann im Tischtennis-Duell

Journalist gegen "Bild"-Herausgeber Wallraff besiegt Diekmann im Tischtennis-Duell

Eindeutige Niederlage für den "Bild"-Herausgeber: Günter Wallraff hat Kai Diekmann in einem Tischtennis-Duell klar besiegt. Damit sollte eine jahrelange Auseinandersetzung sportlich geklärt werden.

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Undercover-Reporter Günter Wallraff (73) hat "Bild"-Herausgeber Kai Diekmann in einem Tischtennis-Duell klar besiegt.

Quelle: dpa

Köln. Schon 23 Minuten nach dem ersten Aufschlag musste sich der 51-Jährige dem deutlich älteren Kölner Beststeller-Autor geschlagen geben. Diekmann holte immerhin einen Satz, Wallraff gewann vier.

Der Unterlegene erwies sich als guter Verlierer nach dem Match am Freitag in einer kleinen Halle in Wallraffs Garten in Köln: "Dabeisein ist alles (...), hat Spaß gemacht". Schlimm seien nur die Momente gewesen, in denen Wallraff "absichtlich weggesehen" habe, um ihn einen Punkt zu schenken, scherzte Diekmann.

Tischtennisstar Timo Boll war in die Rolle des Schiedsrichters geschlüpft und befand nach dem ungewöhnlichen Kräftemessen: "Es ging sehr fair zu." Enthüllungs-Journalist Wallraff tröstete seinen Kontrahenten: "In zehn Jahren ist er besser als ich." Beide Spieler waren mit Ehrgeiz, aber vor allem mit ganz viel Humor bei der Sache. 

Das Webportal Realsatire.de hatte die Idee zu dem "Kampf der Titanen". Diekmann griff sofort zu. Warum? Weil das eine "wunderbare Gelegenheit" sei, nach jahrelangem Streit und vielen Prozessen ein doch schwieriges Verhältnis "auf eine sportliche Art aufzulösen". Wobei eine "Mensch-Ärgere-Dich-Nicht"-Runde für ihn auch okay gewesen wäre, grinst Diekmann.

Annäherung zwischen Wallraff und Diekmann durch Ping Pong

Er bleibe "Bild"-Kritiker, stellt Wallraff vor dem Match klar. 1977 hatte der Enthüllungsjournalist knapp vier Monate lang verdeckt als vermeintlicher Hans Esser bei der "Bild" in Hannover angeheuert und später im Bestseller "Der Aufmacher" unsaubere Recherchemethoden angeprangert. Es kam zu juristischen Auseinandersetzungen.

Das Webportal Realsatire.de übertrug das Match, ebenso wie "Bild", in einem Livestream auf seiner Facebook-Seite. Angesichts einer über Jahrzehnte hinweg schwer belasteten Beziehung galt das Ping-Pong-Treffen als eine kleine Sensation.

dpa/RND

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