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Baderegeln auf Arabisch werden Vorbild

Prävention im Schwimmbad Baderegeln auf Arabisch werden Vorbild

Kann ein Schwimmbadbesuch Probleme auslösen? Schon, wenn es um Menschen geht, die Bäder zum ersten Mal betreten. Sicherheits- und Verhaltensregeln sind häufig neu für Migranten. Münchner Schimmstätten haben eine Aufklärungskampagne gestartet. Andere ziehen nach.

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Mit Verhaltensregeln unter anderem auf Arabisch haben die Münchner Schwimmbäder gute Erfahrungen gemacht - und deutschlandweite Nachfrage erfahren.

Quelle: Sven Hoppe/dpa

München/Essen. Viele Flüchtlinge betreten in Deutschland zum ersten Mal ein Hallenbad - mit einer Aufklärungskampagne in verschiedenen Sprachen machen viele Schwimmbäder gerade gute Erfahrungen. Die Bäder in München nutzen Comicbilder und sehen sich als Vorreiter. Zahlreiche Bäder in Deutschland hätten die Vorlage inzwischen übernommen, sagte ein Sprecher der Stadtwerke München am Dienstag.

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen in Essen hat inzwischen Sicherheitshinweise für Flüchtlinge in acht Sprachen veröffentlicht - darunter Arabisch, Albanisch und Urdu. Badbetreiber könnten die Hinweise als Handzettel oder Plakate nutzen, sagte Verbandssprecher Joachim Heuser. "Sie werden von den Flüchtlingen mit Interesse gelesen."

Comics helfen bei Prävention

Der Inhalt von Flyern und Plakaten aus München und Essen ist weitgehend gleich. Sie klären unter anderem über scheinbare Selbstverständlichkeiten auf, zum Beispiel, dass Wasser für Nichtschwimmer gefährlich sein kann. Es geht aber auch darum, dass den Anweisungen des Badepersonals - egal ob Mann oder Frau - Folge zu leisten ist.

Die Münchner Comics gehen noch stärker auf Verhaltensregeln ein. So wird klargestellt, dass Frauen weder verbal noch körperlich sexuell belästigt werden dürfen. Die Abbildung dazu zeigt eine Frau im Bikini, daneben eine durchgestrichene Hand. Die Flyer, die neben Deutsch, Englisch und Französisch in Arabisch, Somali sowie in den etwa in Afghanistan genutzten Sprachen Pashtu und Dari gedruckt wurden, helfen dem Personal bei der Präventionsarbeit, wie der Sprecher der Stadtwerke sagt.

Probleme in Freibädern

Die Idee sei 2013 gekommen, weil sich die Probleme in den 18 Hallen- und Freibädern Münchens häuften. Vor allem seien immer wieder Migranten ins Wasser gesprungen, die nicht hätten schwimmen können. Darüber hinaus habe es weitere vorwiegend interkulturelle Probleme gegeben, sagte der Sprecher: "Der Grundsatz der Akzeptanz von Frauen - egal in welcher Kleidung - wird leider nicht von allen Badegästen respektiert, deshalb der explizite Hinweis darauf." Damals seien die Münchner das erste Bäderunternehmen in Deutschland mit einer solchen Kampagne gewesen.

dpa

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