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Mit Harald Glööckler zum Glauben?

Schmuckschuber für Bibel Mit Harald Glööckler zum Glauben?

Gott verzeiht alles. Aber ob ihm das immer so leicht fällt? Die Deutsche Bibelgesellschaft hat neben anderen Prominenten auch den schrillen Designer Harald Glööckler gebeten, einen Schuber für die neue Luther-Bibel zu entwerfen. Die Sammlereditionen erscheinen zum 500. Reformationsjubiläum im kommenden Jahr.

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„So kriegt man Menschen in die Kirche“, glaubt Harald Glööckler.

Quelle: dpa

Hannover. Glööckler stellte sein Werk jetzt stolz vor – jener Glööckler, der aussieht wie Cher mit Vollbart und eine Mode- und Wohnaccessoire-Kollektion feilbietet, die noch schriller ist als ihr Schöpfer. Entsprechend wüst ist das Design des Bibel-Kartons, auf dem der Meister mit gerecktem Kinn in einem paradiesartig ausstaffierten Kirchenraum zu sehen ist, die Hände zur Merkel-Raute gefaltet – umflattert von weißen Tauben, umrankt von üppigen Blumenbehängen und Obstgebinden. Wie weiland bei Adam und Eva lockt seitlich die Schlange mit dem Apfel der Versuchung im Maul. Das Motto für die barocke Szene fand der 51-Jährige in einem Bibelvers aus dem Matthäus-Evangelium. „Du erntest, wo du nicht gesät hast, und du sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast“, heißt es dort. In der Tat eine gute Zusammenfassung paradiesischer Zustände.

Zu den anderen bekannten Persönlichkeiten, die ebenfalls einen Schuber für das Buch der Bücher gestaltet haben zählen Illustrator Janosch, Fußballtrainer Jürgen Klopp, Musiker Klaus Meine („Scorpions“) und Schauspielerin Uschi Glas. Während die Schuber der anderen eher im kleinen Rahmen vorgestellt wurden, gibt es bei Glööckler das ganz große Brimborium. So zuckten am Mittwoch in der Berliner Kulturkirche St.  Matthäus die Blitzlichter, während der König der Umlaute strahlend sein Werk in die Kameras hielt. „So kriegt man Menschen in die Kirche“, frohlockte er und fügte hinzu, die Bibel sei für ihn wie „ein Kochbuch fürs Leben“. Er sei ständig im Dialog mit Gott, beteuerte der Designer, zu ihm und dessen Engeln könne er mit allen Sorgen kommen. Die Gestaltung der Bibel sei eine beabsichtige Provokation, sagte der Sprecher der Bibelgesellschaft, Sven Bigl. Der Name Harald Glööckler ziehe einfach bei den Menschen.

Von Stefanie Gollasch

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