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Hedi Slimane verlässt Yves Saint Laurent

Nach vier Jahren Hedi Slimane verlässt Yves Saint Laurent

Der Designer Hedi Slimane verlässt das französische Modehaus Yves Saint Laurent nach vier Jahren als Kreativdirektor. Das unternehmen sucht immer noch nach einem Nachfolger.

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Der Designer Hedi Slimane (Mitte) verlässt das französische Modehaus Yves Saint Laurent nach vier Jahren als Kreativdirektor.

Quelle: dpa/Montage

Paris. Der gefeierte Modedesigner Hedi Slimane verlässt das Pariser Traditionshaus Yves Saint Laurent. Der 47-jährige Franzose, der mit seinen eng geschnittenen Anzügen die Männermode umkrempelte, gibt die Leitung der Luxusmarke nach vier Jahren ab, wie der YSL-Mutterkonzern Kering am Freitag in Paris mitteilte. Ein Nachfolger für den Modeschöpfer steht noch nicht fest.

Der in Paris geborene Designer mit tunesischen und italienischen Wurzeln ist einer der am meisten gefeierten Stars der Modewelt. Seine androgynen, eng anliegenden dunklen Anzüge mit kurzen Jacketts wurden von vielen Marken nachgeahmt, mit dem rockigen Look seiner Kollektionen gewann er prominente Fans wie Lady Gaga, Kate Hudson, Demi Moore und Justin Bieber.

Neues Leben für ehrwürdiges Modehaus

Die Leitung über alle Kollektionen von Yves Saint Laurent hatte Slimane im März 2012 übernommen. Er brachte neues Leben in das ehrwürdige Modehaus und ließ die Gewinne kräftig steigen. Doch zuletzt mehrten sich die Anzeichen für ein Ende der Harmonie: Kritiker warfen dem in Los Angeles lebenden Designer vor, mit seinem vom Grunge und Rockstar-Chic inspirierten Entwürfen das Erbe des Traditionshauses zu verletzen.

Die Verantwortlichen verabschiedeten den 47-Jährigen am Freitag aber mit viel Lob. Slimane habe dem Modehaus "neuen Atem eingehaucht und ein neues Kapitel in der Geschichte eines der größten französischen Modehäuser eröffnet", erklärte der Mutterkonzern Kering. "Was Yves Saint Laurent in den vergangenen vier Jahren erreicht hat, wird als einzigartiges Kapitel in der Geschichte des Hauses in Erinnerung bleiben", erklärte Kering-Chef François-Henri Pinault.

"Ich musste mich weiterentwickeln"

Der Modedesigner mit den hellen blauen Augen hatte schon 1997 bei Yves Saint Laurent angeheuert, zuständig war er für die Herrenmode. Drei Jahre später musste er aber gehen, als die Luxusmarke Gucci das Pariser Modehaus übernahm und Stardesigner Tom Ford mitbrachte.

Slimane wechselte zu Dior und feierte dort eine Reihe von Erfolgen. Doch das Arbeitsverhältnis ging 2007 in die Brüche, unter anderem im Streit um die Gründung einer eigenen Marke. "Ich musste mich weiterentwickeln und ich wollte Mädchen einkleiden", sagte Slimane später in einem Interview - die Frauenmode war damals bei Dior aber fest in der Hand des exzentrischen Designers John Galliano.

Slimane zog zunächst nach Berlin und dann nach Los Angeles, wo er sich mit seiner zweiten großen Leidenschaft beschäftigte - der Fotografie. Seine Porträts und Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigte er in mehreren Ausstellungen.

Neue Projekte noch unbekannt

Seine Projekte nach vier Jahren an der Spitze von Yves Saint Laurent sind noch nicht bekannt. Unklar ist auch, wer dem 47-Jährigen an der YSL-Spitze folgen wird. Als heißester Anwärter gilt der belgische Modedesigner Anthony Vaccarello.

In der Modewelt hat es zuletzt eine Reihe von Abgängen geben. So sucht Dior nach dem Abgang von Kreativdirektor Raf Simons noch immer nach einem Nachfolger.

afp/dpa

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