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Paris schließt Bahnstationen und Louvre

Unwetter in Frankreich Paris schließt Bahnstationen und Louvre

In Paris ist nach heftigen Regenfällen der Fluss Seine über die Ufer getreten. Ganze Zugstrecken und Bahnhöfe wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Louvre soll daher am Freitag die Tore schließen.

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Die Seine ist in Paris über die Ufer getreten.

Quelle: dpa

Paris. In den Überschwemmungsgebieten in der Region um Paris und in der Loire-Region bleib die Lage angespannt, tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Der Pegelstand der Seine erreichte am Donnerstagnachmittag in Paris 5,10 Meter, bis Freitag dürfte er auf sechs Meter ansteigen – der höchste Wert seit 15 Jahren.

Das nach anhaltenden Regenfällen weiter steigende Seine-Hochwasser hat Paris im Griff: In der französischen Hauptstadt stellten Bahnlinien den Betrieb ein. Und auch der Louvre schließt für den Publikumsverkehr.

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Uferstraßen stehen unter Wasser und wurden gesperrt, der Schiffsverkehr auf der Seine ist gestoppt. Betroffen waren davon auch die zahlreichen Touristenboote, die normalerweise über die Seine fahren. Bereits am Mittag musste zudem ein Bahnhof der Vorstadtlinie RER C neben der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame geschlossen werden. Die Zugstrecke entlang des Flusses wurde gesperrt.

Am Nachmittag schließlich wurde der Betrieb der Linie, die Paris an der Seine entlang von Ost nach West durchquert, im Pariser Stadtgebiet ganz gestoppt.

Das an der Seine gelegene Impressionisten-Museum Musée d'Orsay richtete aus Sorge vor Überschwemmungen eine Krisenzelle ein. Möglicherweise müssen die in unterirdischen Lagern stehenden Werke in höhere Stockwerke gebracht werden. Das Museum, das im vergangenen Jahr 3,4 Millionen Besucher empfing, hat einen großen Teil der im Keller stehenden Werke schon ausgelagert.

10.000 Einsätze der Rettungskräfte

Dies gilt auch für den Louvre, in dem die berühmte Mona Lisa ausgestellt ist. Das Museum soll in Angesicht des steigenden Seine-Pegels am Freitag ganz geschlossen werden. 

In Paris und Umland gilt der Ausnahmezustand. Seit Sonntag rückten die Rettungskräfte zu mehr als 10.000 Einsätzen aus und brachten mehr als 5000 Menschen in Sicherheit. Zahlreiche Straßen sind blockiert, der Unterricht in vielen Schulen wurde ausgesetzt. "Die Regenphase ist noch nicht vorbei", warnte Premierminister Manuel Valls am Donnerstag bei einem Besuch der überschwemmten Kleinstadt Nemours 80 Kilometer südlich von Paris. "Wir müssen extrem vorsichtig sein."

Anders als in Deutschland hat es in Frankreich bislang noch keine Toten durch die Überschwemmungen gegeben. Zwar wurde am Mittwoch eine 86-jährige Frau tot in ihrem überschwemmten Haus in der rund hundert Kilometer südlich von Paris gelegenen Gemeinde Souppes-sur-Loing gefunden. Ihr Tod steht aber in keinem Zusammenhang mit dem Hochwasser, wie die Behörden am Donnerstag betonten.

afp/dpa/RND

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