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09:19 10.03.2016
"Sende morgen vom Bett aus": Radiomoderator Christian Stübinger nach der Blinddarm-OP. Quelle: Christian Stübinger/Radio Energy Hamburg/Facebook
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Hamburg

Vielleicht wäre Christian Stübinger irgendwann von selbst auf die Idee gekommen, zum Arzt zu gehen. Vielleicht aber auch nicht. Denn obwohl er mitten in der Nacht mit Bauchschmerzen aufgewacht war, schleppte er sich am Dienstagmorgen zur Arbeit. Ab 5 Uhr moderierte er die Morgensendung auf Radio "Energy Hamburg", zusammen mit einer Kollegin.

Krankenschwester stellt Ferndiagnose

In den folgenden Stunden wurden die Bauchschmerzen schlimmer. Stübinger moderierte trotzdem weiter. Als jedoch Co-Moderatorin Matze den Zuhörern davon erzählte, dass es dem "Stübi" gar nicht gut gehe, rief eine Krankenschwester an und stellte eine Ferndiagnose: Stübinger hat vermutlich eine Blinddarm-Entzündung (hier finden Sie die Ferndiagnose zum Nachhören auf der Seite von Energy Hamburg).

Live-Diagnose im Radio, Show abgebrochen, OP. Was ein Tag 😂😂 danke für die Genesungswünsche, ihr seid großartig ❤️ sende...

Gepostet von Christian STÜBI Stübinger am Dienstag, 8. März 2016

Um sicher zu gehen, sollte der Moderator einen Test machen – und er machte ihn: live, während der Sendung. Er legte sich auf den Studio-Boden, winkelte das rechte Knie an und drückte auf den sogenannten McBurney-Punkt, benannt nach einem amerikanischen Chirurgen. Der Punkt liegt rechts vom Bauchnabel.

Blinddarm wird sofort entfernt

Stübinger atmete tief ein. Beim Ausatmen sollte er den McBurney-Punkt loslassen, erklärte ihm die Hörerin. Wenn er dann Schmerzen habe, sei das ein weiterer Hinweis auf die Blinddarm-Entzündung. Und Stübinger hatte Schmerzen.

Der 27-Jährige brach die Sendung ab, fuhr zum Arzt. Dieser schickte ihn ins Krankenhaus – der Blinddarm sollte sofort raus. Kurz darauf wurde der Journalist operiert. Danach schrieb er auf Facebook: "Live-Diagnose im Radio, Show abgebrochen, OP. Was für ein Tag."

Moderator will vom Bett aus senden

Darunter wünschten ihm viele Zuhörer alles Gute. "Zum Glück hat das Mädel angerufen, man mag sich gar nicht ausmalen, was hätte passieren können", schrieb ein Nutzer. Ein Blinddarmdurchbruch drohte. Dann hätte der Darminhalt in die Bauchhöhle eindringen können.

Am Mittwoch ging es dem Moderator schon deutlich besser. Die Nacht sei zwar noch "etwas ungemütlich" gewesen, sagte er der "Abendzeitung" aus München. Die OP-Wunde und der Unterbauch hätten ihm noch weh getan. Aber direkt nach der OP hatte er schon wieder darüber nachgedacht, wann er wieder moderieren kann. "Sende morgen vom Bett aus", schrieb er auf Facebook.

In der Sendung am Dienstag hatte er übrigens noch gesagt: "Ich dachte, ich bekomme es mit Tee weggetrunken."

wer

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