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Zwei Tote bei Absturz von Polizei-Hubschrauber

Schleswig-Holstein Zwei Tote bei Absturz von Polizei-Hubschrauber

Ein Hubschrauber der Bundespolizei ist am Donnerstagabend in Schleswig-Holstein abgestürzt. Zwei Besatzungsmitglieder starben, der Pilot überlebte schwer verletzt. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung suchen jetzt nach der Absturzursache.

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De Maizière zeigt sich erschüttert

Der Hubschrauber der Bundespolizei stürzte gegen 20 Uhr ab.

Quelle: Einar Behn/Kieler Nachrichten

Bimöhlen. Der Absturz ereignete sich gegen 20 Uhr am Ortsrand von Bimöhlen. Nach Angaben der Polizei stürzte der Hubschrauber auf einen Acker. Gebäude seien nicht beschädigt worden. Der Hubschrauber vom Typ Eurocopter 135 gehörte zur Fliegerstaffel Fuhlendorf in Schleswig-Holstein. Bei dem Absturz kamen der 33-jährige Copilot und ein 42 Jahre alter Begleiter ums Leben. Der 31-jährige Pilot überlebte schwer verletzt. Lebensgefahr könne nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizei am frühen Freitagmorgen mit. An Bord des Hubschraubers befanden sich nach Angaben der Bundespolizei nur die drei Besatzungsmitglieder.

Die Unglücksursache war zunächst noch unklar. Fachleute von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig machten sich auf den Weg zum Unglücksort. Auch die Kriminalpolizei ermittelt. Nach Angaben eines Unfallermittlers ist der Flieger aus etwa 120 bis 130 Meter Höhe abgestürzt. Um die Unfallursache zu klären, müssen Flugschreiber und Stimmrekorder ausgewertet werden.

Zum Hubschrauber Eurocopter EC 135: Er wird für Verbindungs-, Beobachtungs- und Rettungsflüge eingesetzt. Der EC 135 war der erste gemeinsam entwickelte Zivilhubschrauber, der aus der französisch-deutschen Partnerschaft zwischen DaimlerChrysler Aerospace und Aérospatiale entstand. Seit Beginn der Serienproduktion 1996 lieferte der Hersteller - inzischen Airbus Helicopters - rund 1200 zivile und militärische Versionen der Maschine. Der EC 135 kann eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 250 Kilometern in der Stunde erreichen.

Innenmister reist nach Bimöhlen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich erschüttert. "Meine Gedanken und mein tief empfundenes Beileid ist bei den Angehörigen der ums Leben gekommenen und des schwer verletzten Kollegen", ließ der Minister am Donnerstagabend mitteilen. Er kündigte an, am Freitag zum Unglücksort zu reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Auch der Chef von Airbus Helicopters Deutschland, Wolfgang Schoder, reagierte mit großem Bestürzen auf das Unglück.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei machte die Besatzung einen Nacht-Übungsflug: Ein Hubschrauber der Bundespolizei ist in Schleswig-Holstein abgestürzt. Zwei Menschen starben, ein dritter Mann wurde schwer.

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Der Hubschrauber stürzte auf einen Acker nur etwa 20 Meter von einer Straße entfernt, die nach Bimöhlen führt, unweit des Ortsschildes. Nur einige hundert Meter entfernt liegt nach Angaben der Polizei ein Fußballplatz, wo zum Zeitpunkt des Absturzes noch gespielt wurde.

Funkspruch kurz vorm Absturz

Die Bergungsarbeiten dauerten am späten Abend an. Die beiden Toten hätten noch im Wrack festgesteckt, sagte die Polizeisprecherin. Auf ersten Bildern war der am Boden liegende völlig zerstörte Hubschrauber zu sehen. Nach Informationen der "Kieler Nachrichten" soll der Pilot kurz vor dem Absturz noch einen Funkspruch abgesetzt haben, der allerdings nicht mehr verstanden wurde. Der Hubschrauber gehörte zur Fliegerstaffel Fuhlendorf in Schleswig-Holstein. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befand sich der relativ kleine Hubschrauber auf einem Nacht-Übungsflug.

Am späten Abend wurde das Wrack mit einer Plane abgedeckt. Nur der Schriftzug Bundespolizei war an einer Stelle noch zu sehen. Die mit Scheinwerfern ausgeleuchtete Unglücksstelle wurde mit Flatterband abgesperrt. In der Nähe standen Notarztwagen, Feuerwehrfahrzeuge und ein Kranwagen. Bimöhlen liegt an der A7 etwa auf halber Strecke zwischen Hamburg und Kiel.

dpa

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