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Panorama Hugh Jackman: „Ich bekomme ständig Abfuhren“
Nachrichten Panorama Hugh Jackman: „Ich bekomme ständig Abfuhren“
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00:15 08.04.2016
Hugh Jackman bei einer Filmpremiere in Berlin im vergangenen Jahr. Quelle: Britta Pedersen
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Herr Jackman, Ihre Paraderolle ist „Wolverine“, der Superheld mit den Metallkrallen. Sind Sie auch im wahren Leben so mutig?
Ich war als Kind ein Hasenfuß. Höhen waren für mich der Tod. Wenn man ältere Geschwister hat, die ständig von Klippen ins Meer springen, ist das ein echtes Problem. Ich weiß noch, wie ich zum ersten Mal überredet wurde, einen Felsen zu erklimmen. Auf halber Höhe war ich vor Angst wie gelähmt und fing an zu weinen. Alle meine Freunde haben gelacht. Da habe ich geschworen, dass mir das nie wieder passieren wird.

Und wie haben Sie die Angst überwunden?
Ich habe mich danach jeden Tag vom höchsten Sprungbrett im Schwimmbad gestürzt – bis die Höhenangst weg war.

Sie sind ein Superstar in der Branche. Bekommen Sie eigentlich alle Rollen, die Sie wollen?
Von wegen. Ich bekomme ständig Abfuhren. Formuliert wird das dann in etwa so: „Wir wollen in eine andere Richtung gehen – mit Brad Pitt.“

Sie haben den Ruf, der netteste Kerl in Hollywood zu sein. Fahren Sie denn niemals die Krallen aus?
Ich bin von Natur aus ein geduldiger Mensch. Aber wenn ich wütend werde, dann bin ich wie ein Druckkessel. Irgendwann gibt es eine Explosion.

Sie feiern in diesem Jahr Ihren 20. Hochzeitstag. Das ist für Hollywood-Verhältnisse eine Ewigkeit. Ihre Frau hat einmal gesagt, das Geheimnis Ihrer Ehe sei, dass sie nicht mit Angelina Jolie drehen dürfen …
Das war ein Scherz. Deb (Anm. d. Red.: Jackmans Frau ist die Schauspielerin Deborra-Lee Furness) hat einen wundervollen Sinn für Humor. Sie ist eine sehr selbstbewusste Frau, die in ihrer Schauspielkarriere übrigens schon mehr Sexszenen hatte als ich. Das Geheimnis unserer Ehe ist, dass wir eine sehr ehrliche Beziehung haben, in der jeder er selbst sein darf. Wir spielen uns nie etwas vor.

Sie pendeln zwischen Amerika und Australien. Was ist eigentlich Ihr Hauptwohnsitz?
Im Moment ist das New York. Dort gehen die Kinder auch zur Schule. Aber wir verbringen, sooft es geht, Zeit Down Under. Dort ist einfach unsere Heimat.

Sie sind seit über 20 Jahren im Schauspiel-Business. Haben Sie ein persönliches Karriere-Highlight?
Ein absolutes Highlight war es, 2001 mit John Travolta in „Swordfish“ vor der Kamera zu stehen. Bei der ersten Probe mit ihm bin ich vor Ehrfurcht erstarrt. Ich hatte als Teenager „Grease“-Poster an den Wänden, habe Johns Part gesungen und von Olivia Newton-John geträumt. Plötzlich steht der Held meiner Jugend vor mir. Nach dem Shooting haben wir dann zusammen „Summer Nights“ im Duett geträllert – ich den Part von Sandy, John seinen als Danny.

In Ihrem neuen Film spielen Sie den Trainer des untalentierten, aber umso eifrigeren Skispingers „Eddie the Eagle“. Wenn Sie wie Eddie bei den Olympischen Spielen antreten könnten, welche Sportart würden Sie bevorzugen?
Ich weiß, das klingt doof aus dem Munde eines Mannes, der mit Hautkrebs zu kämpfen hat, aber Beachvolleyball würde mich am meisten reizen. Ich habe mir ein paar Spiele bei der Olympiade in Sydney angeschaut und hatte viel Spaß.

Interview: Dierk Sindermann

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