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Hurrikan "Joaquín" fordert weitere Opfer

Überflutungen in South Carolina Hurrikan "Joaquín" fordert weitere Opfer

"Joaquin" verschont das amerikanische Festland - dachte man. Doch nun entlädt sich Feuchtigkeit aus einem Ausläufer des Hurrikans über den Küstenstaaten. Mindestens neun Menschen sterben. Kaum noch Hoffnung gibt es für die 33-köpfige Crew eines Containerschiffs, das von "Joaquin" getroffen wurde.

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Immense Schäden: Weite Teile des US-Bundesstaates South Carolina stehen unter Wasser, viele Straßen und Brücken wurden zerstört.

Quelle: afp

Charleston. Schwere Überschwemmungen und Dammbrüche haben Hunderte Anwohner in Teilen des US-Bundesstaats South Carolina in die Flucht getrieben. Nach starken Regenfällen starben dort sowie im benachbarten North Carolina Medienberichten zufolge mindestens neun Menschen. Straßen und Häuser standen unter Wasser.

Der Hurrikan "Joaquín" hat für die schwersten Überflutungen seit Jahren im US-Bundestaat South Carolina gesorgt. Die vorläufige Bilanz ist erschütternd. Hunderte Straßen sind gesperrt, viele Menschen von der Außenwelt abgeschnitten.

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Retter gingen nahe Columbia laut einem Bericht der Lokalzeitung "The State" von Tür zu Tür und drängten Anwohner, ihre Häuser umgehend zu verlassen und höhere Lagen aufzusuchen.

"El Faro" seit Donnerstag vermisst

Für die 33 Crewmitglieder des vermissten Containerschiffs "El Faro" schwand unterdessen die Hoffnung auf Rettung. Einsatzkräfte fanden eine Leiche in einem Kälteschutzanzug im Suchgebiet nahe der Bahamas. "Bei Betrachtung aller Fakten gehen wir davon aus, dass das Schiff gesunken ist", sagte Mark Fedor von der US-Küstenwache am Montag.

Die Suche nach möglichen Überlebenden gehe dennoch weiter. Zunächst gab es keine Bestätigung, ob der Tote zur Besatzung zählte, obwohl ein passendes, teils gesunkenes Rettungsboot in der Nähe entdeckt wurde.

Suchmannschaften und die Besatzungen anderer Schiffe hatten Trümmer gefunden, die auf die seit Donnerstag vermisste "El Faro" hinwiesen. Das unter US-Flagge fahrende Schiff geriet wohl in den Hurrikan "Joaquin" und sank. Das Suchgebiet entspricht mit 240.000 Quadratkilometern etwa der Größe Großbritanniens.

"Wir müssen auf der Hut bleiben"

Obwohl der Regen in South Carolina nachließ, blieb die Lage vielerorts gefährlich. "Wir müssen auf der Hut bleiben", sagte Leroy Smith von South Carolinas Ministerium für öffentliche Sicherheit. Nikki Haley, Gouverneurin von South Carolina, hatte bereits von einer Katastrophe biblischen Ausmaßes gesprochen.

Dort waren allein 30.000 Menschen ohne Stromversorgung, 1300 Mitglieder der Nationalgarde waren im Einsatz. Insgesamt waren sieben Bundesstaaten betroffen. Neben South und North Carolina riefen Virginia und New Jersey vorsorglich Katastrophenalarm aus.

Präsident Barack Obama hatte bereits am Wochenende ein Notstandspaket unterzeichnet, um Hilfsmaßnahmen schneller in Gang zu setzen.

dpa/zys

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