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Katastrophenalarm nach Brand auf Müllhalde

Millionen Autoreifen in Flammen Katastrophenalarm nach Brand auf Müllhalde

In der spanischen Region Kastilien-La Mancha haben die Behörden wegen einer brennenden illegalen Müllhalde Katastrophenalarm ausgelöst. Die Regionalregierung warnte am Freitag, eine durch das Feuer ausgelöste schwarze Giftwolke bedrohe die südlich von Madrid gelegene Kleinstadt Seseña.

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Der Regionalpräsident Emiliano García-Page sagte, möglicherweise werde das Großfeuer noch "mehrere Tage lang" brennen.

Quelle: Ismael Herrero

Madrid. Die Bewohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Räumungen waren zunächst nicht vorgesehen. Drei Viertel der riesigen Müllkippe, auf der Millionen Autoreifen gestapelt sind, waren nach Angaben der Feuerwehr am späten Vormittag abgebrannt. Feuerwehrleute aus Madrid und Toledo kämpften gemeinsam mit Löschhubschraubern gegen die lodernden Flammen.

Ein Feuer in Spaniens größter Autoreifendeponie hat vor den Toren von Madrid eine giftige Rauchwolke in den Himmel steigen lassen. Die Bewohner mehrerer Ortschaften südlich der Hauptstadt wurden am Freitag aufgerufen, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Behörden lösten Katastrophenalarm aus.

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Auch Löschflugzeuge sollten zum Einsatz kommen. Der Regionalpräsident Emiliano García-Page sagte, möglicherweise werde das Großfeuer noch "mehrere Tage lang" brennen. Luis Villarroel von der Madrider Feuerwehr gab unterdessen vorsichtig Entwarnung. Der Brand werde nach und nach eingedämmt und sei mittlerweile "auf einige wenige Zonen beschränkt", sagte er am späten Nachmittag. Die aus den 1990er-Jahren stammende wilde Deponie wuchs mit der Zeit immer weiter, 2003 wurde sie für illegal erklärt.

Inzwischen bedeckt die Müllhalde eine Fläche von 14 Fußballfeldern. Umweltschützer warnen seit Jahren vor den mit der Deponie verbundenen Gefahren. Bis heute fanden die Behörden jedoch keine Lösung zur legalen Entsorgung der Reifen. Vicente García von der Nichtregierungsorganisation "Umweltschützer in Aktion" sagte, die Giftwolke scheine Richtung Süden abzuziehen und Madrid mit seinem internationalen Flughafen zu verschonen. Der Bürgermeister von Seseña, Carlos Velázquez, sagte im Radiosender Cadena Ser, alles deute auf ein "vorsätzliches Desaster" hin. Aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Tage schloss er aus, dass der Brand versehentlich ausgelöst wurde.

afp

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