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Milde Strafe für Raser nach tödlichem Autorennen

Prozess in Köln Milde Strafe für Raser nach tödlichem Autorennen

Es sollte wohl nur ein spontanes Kräftemessen sein, doch daraus wurde tödlicher Ernst. Bei einem Rennen zwischen zwei jungen Autofahrern kam vor zehn Monaten in Köln ein Unbeteiligter ums Leben. Jetzt wurden die 20-Jährigen verurteilt.

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Die beiden Angeklagten im Gerichtssaal.

Quelle: dpa

Köln. Nach einem illegalen Autorennen mit tödlichen Folgen hat das Kölner Amtsgericht zwei junge Männer zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die beiden 20-Jährigen hatten sich im vergangenen März nachts eine spontane Wettfahrt auf einer Straße in der Kölner Innenstadt geliefert - mit bis zu Tempo 115. Als einer von ihnen über eine rote Ampel raste, rammte sein Wagen ein Taxi. Ein Fahrgast erlitt so schwere Kopfverletzungen, dass er drei Wochen später starb, vier weitere Menschen wurden verletzt. Die Angeklagten wurden unter anderem wegen fahrlässiger Tötung nach Jugendstrafrecht verurteilt.

Nach Ansicht des Gerichts handelte es sich um „eine absolut jugendtypische Tat“, bei der die Angeklagten nicht über mögliche Folgen nachgedacht hätten. Sie hätten das Rennen nicht geplant, sondern es sei aus der Situation heraus entstanden. „Aber in dem Moment sind Sie ganz bewusst und völlig rücksichtslos ein Risiko eingegangen“, sagte der Richter an die Angeklagten gewandt. „Das war ein Totalversagen.“

Die jungen Männer hatten vor Gericht ein Geständnis abgelegt und sich entschuldigt. Die Reue der bis dahin unbescholtenen Angeklagten sei glaubhaft, meinte der Richter. In Köln hatten im vergangenen Jahr mehrere schwere Raser-Unfälle und illegale Autorennen für Aufsehen gesorgt.

dpa

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