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Tram-EM: Bowling mit der Straßenbahn

Skurriler Wettbewerb Tram-EM: Bowling mit der Straßenbahn

Fünf Disziplinen, drei Gleise, 150 Meter – diese Hindernisse müssen die Teilnehmer der Tram-EM in Berlin bewältigen. Dort werden am Wochenende in einem skurrilen Wettbewerb die besten Straßenbahnfahrer Europas gekürt.

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Bei der Tram-EM messen sich die besten Straßenbahn-Fahrer Europas in fünf Disziplinen.

Quelle: Paul Zinken/dpa

Berlin. Die Titelverteidiger sind normalerweise in Rotterdam unterwegs. Orlando Cairo und Will Breur sind die amtierenden Straßenbahn-Europameister – noch bis Sonnabend. Dann ermitteln in Berlin die Bahner ihre neuen Champions. Die Tram-EM feierte 2012 in Dresden Premiere. In diesem Jahr gibt es sogar einen offiziellen EM-Song: „Alles auf Gold“ von der Band Venterra.

Die 27 Teams, die in die Hauptstadt kommen, stammen aus 17 europäischen Staaten. Sie arbeiten in Dresden, Leipzig, Frankfurt und Stuttgart, in Brüssel, Florenz, Madrid und Prag. Auch die Holländer sind wieder am Start. In gemischten Zweierteams müssen sie in fünf Disziplinen zeigen, dass sie ihren Job verstehen. Der Parcours: 150 Meter, drei Gleise. Das Gerät: zwei unterschiedliche Bahntypen, Niederflurbahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Die Aufgaben: Zielbremsen, Distanz-Schätzen und Tram-Bowling. Da ist das Berliner Team Franka Sonntag und Torsten Franz klar im Vorteil. Die Konkurrenten haben nur einen Tag Zeit, sich mit dem BVG-Gerät vertraut zu machen.

Mehr als ein skurriler Wettbewerb

Das Turnier soll aber mehr sein als ein skurriler Wettbewerb: „Für die Fahrer und Verkehrsunternehmen ist das dreitägige Treffen zugleich eine wertvolle Gelegenheit zum internationalen und professionellen Erfahrungsaustausch“, sagt Wieland Stumpf, Erfinder und Organisator der EM.

Für BVG ist die Ausrichtung der Spiele eine gute Werbung. Die Branche hofft, vor allem Frauen davon zu überzeugen, dass der Job des Straßenbahnfahrers mehr ist, als Fahrgäste von A nach B zu bringen. „Besonders Mädchen scheuen technische Berufe“, sagt BVG-Sprecherin Petra Reetz. Dabei kommt es in der Disziplin Bowling mit der Straßenbahn auf das Gefühl an.

Von Isabell Rollenhagen

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