Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Patient stirbt – weil Facharzt fehlt

Portugal Patient stirbt – weil Facharzt fehlt

In Lissabon erlitt ein Mann eine Hirnblutung, er hätte deshalb operiert werden müssen – aber es war Wochenende, und in mehreren Krankenhäusern war kein spezialisierter Chirurg in Bereitschaft. Der Mann ist deshalb gestorben.

Voriger Artikel
Mann überlebt fast drei Tage unter Trümmern
Nächster Artikel
Polizisten bezahlen Rentnerin den Einkauf

In Lissabon ist ein 29-Jähriger nach einer Hirnblutung gestorben, weil an einem Wochenende in mehreren Krankenhäusern der Metropole kein spezialisierter Chirurg in Bereitschaft war.

Quelle: Britta Pedersen/dpa/Symbolbild

Lissabon. Der Tod eines jungen Mannes in einem Krankenhaus in Lissabon hat einen Missstand in Kliniken der portugiesischen Hauptstadt ans Licht gebracht. Ein 29-Jähriger starb nach einer Hirnblutung, weil an einem Wochenende in mehreren Krankenhäusern der Metropole kein spezialisierter Chirurg in Bereitschaft war, der die notwendige Operation hätte vornehmen können.

Staatsanwalt ermittelt

Der Fall schlug Wellen in den Medien und löste eine Welle von Rücktritten im staatlichen Gesundheitswesen aus. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. "So etwas ist völlig unverständlich", räumte Gesundheitsminister Adalberto Campos Fernandes am Mittwoch ein.

Der Vorfall könne aber nicht auf die Einsparungen im Gesundheitswesen zurückgeführt werden, meinte er. "Das war ein Problem der Organisation", sagte der Minister und versprach: "So etwas wird sich nicht wiederholen."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.