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Panorama Erziehung per Elektroschock-Band
Nachrichten Panorama Erziehung per Elektroschock-Band
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15:42 20.05.2016
Recht dezent, aber mit eindeutigem Symbol: Das Pavlok-Band hilft beim Abtrainieren schlechter Gewohnheiten. Quelle: pavlok.com
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New York

Wer dieses Armband trägt, den wird der Schlag treffen - etwa wenn der Kontostand sinkt. Und das im wörtlichen Sinne. Denn das sogenannte "Pavlock"-Band, über das sich schon US-Kult-Talker Jimmy Fallon öffentlichkeitswirksam amüsierte, gibt dem Träger einen Stromstoß, wenn er zu viel Geld beim Shoppen ausgibt - neben vielen anderen Dingen kann es neuerdings auch elektronisch mit dem Bankkonto des Trägers verbunden werden. Sobald dort eine bestimmte, vorher festgelegte Schmerzgrenze unterschritten wird, löst das "Pavlock" einen 255-Volt-Schlag aus, der den Besitzer daran erinnert, dass er sich den Kauf nicht leisten kann.

Und als wäre das nicht schon Strafe genug, postet das Pavlok-Armband außerdem auf Facebook, dass eine Ziel nicht erreicht wurde - die öffentliche Schmach nebst sozialer Kontrolle gibt es also kostenlos obendrein.

Das Stromstoßband arbeitet nach dem Prinzip der Klassischen Konditionierung - auf schlechtes Verhalten erfolgt ein Stromschlag mit dem Ziel dieses Verhalten künftig zu unterlassen. "Pavlok bricht schlechte Gewohnheiten", lautet daher auch der Slogan auf der Homepage des Bostoner Unternehmens. Gemeint sind negative Angewohnheiten wie beispielsweise Rauchen, ungesundes Essen oder Nägel kauen. Das Aufpasser-Band hat allerdings seinen Preis: Es kostet umgerechnet rund 200 Euro.

Ob und wann das Armband nach Deutschland kommt, ist noch unklar – und bis dahin gibt es etliche andere Fitnessarmbänder, die mit ihrem Träger deutlich pfleglicher umgehen.

sin/caro/RND

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