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Iraker muss Flugzeug verlassen

Frau fühlt sich bedroht Iraker muss Flugzeug verlassen

 Weil ein irakischer Flüchtling auf arabisch telefonierte, alarmierte eine besorgte Passagierin die Besatzung. Der 26-jährige Student musste den Flieger verlassen und wurde vom FBI durchsucht.

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Eine Maschine der Southwest Airlines. (Symbolbild)

Quelle: Justin Lane/dpa

Los Angeles. Ein irakischer Flüchtling ist nach eigenen Angaben in den USA eines Flugzeugs verwiesen worden, nachdem er am Telefon auf Arabisch gesprochen hatte. Khairuldeen Makhzoomi hatte im Flieger von Los Angeles nach Oakland in Kalifornien vor dem Abflug seinen Onkel in Bagdad angerufen, wie die "New York Times" am Sonntag (Ortszeit) berichtete. Der 26-jährige Student hatte seinem Onkel von einer Veranstaltung mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erzählt. Die Frau auf dem Sitz vor ihm habe ihn während des Telefonats angestarrt, erzählt er. Nachdem er sich auf arabisch von seinem Onkel verabschiedet hatte, alamierte die Passagierin die Besatzung.

"Potenziell drohende Bemerkungen"

Sie erzählte, sie habe gehört, dass der junge Mann "potenziell drohende Bemerkungen" gemacht habe, wie die Fluggesellschaft Southwest Airlines der Zeitung mitteilte. Der Student sagte, er sei schließlich hinausbegleitet, im Terminal vor einer Menschenmenge durchsucht und in einem von drei Mitarbeitern des FBI befragt worden. Laut Makhzoomi wurde sein Vater, ein irakischer Diplomat, vom Regime Saddam Husseins getötet.

Der junge Mann konnte dem Bericht zufolge eine spätere Maschine nach Oakland nehmen. Er verlangt nun eine Entschuldigung von der Fluglinie, aber keine Entschädigung. "Wir bedauern jede weniger positive Erfahrung eines Kunden an Bord eines unserer Flugzeuge", hieß es von Southwest Airlines. Laut dem Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen (CAIR) wurden dieses Jahr schon mindestens sechs Muslime in den USA eines Fluges verwiesen.

dpa/ar

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