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Obdachloser klaut – und kommt straffrei davon

Mundraub ist keine Straftat Obdachloser klaut – und kommt straffrei davon

In Genua hat ein Obdachloser in einem Supermarkt Wurst und Käse gestohlen. Dem Mann drohte deshalb eine Gefängnisstrafe. Aber ein Gericht sprach ihn frei. Die Begründung der Richter: "Man kann nicht leben, ohne zu essen."

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In Italien ist ein Obdachloser, der Wurst und Käse gestohlen hatte, von einem Gericht freigesprochen worden (Symbolbild).

Quelle: Ingo Wagner/dpa

Rom. Italiens Oberstes Gericht hat einen Obdachlosen freigesprochen, der Käse und Wurst im Wert von vier Euro gestohlen hatte. "Man kann nicht leben, ohne zu essen", befanden die Richter laut Medienberichten vom Dienstag. "Der Angeklagte hat also aus einer Notwendigkeit heraus gehandelt."

Haftstrafe im ersten Prozess

Der aus der Ukraine stammende Obdachlose war 2011 in einem Supermarkt in Genua erwischt worden. Er hatte Wurst und Käse im Wert von 4,07 Euro gestohlen. In einem ersten Prozess war der Mann zu sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von hundert Euro verurteilt worden. Dies wurde nun vom Obersten Gericht des Landes in letzter Instanz verworfen.

Die Zeitung "Corriere della Sera" verwies bei ihrer Berichterstattung auf die Ironie der sich über Jahre ziehenden Geschichte: Ein nicht einmal fünf Euro schwerer Diebstahl habe drei Instanzen beschäftigt, was definitiv deutlich teurer sei.

afp

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