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Einsturzgefahr: JVA Münster wird evakuiert

Ältestes Gefängnis in NRW Einsturzgefahr: JVA Münster wird evakuiert

Seit mehreren Jahren steht die JVA Münster bei Bau-Experten unter Beobachtung, weil Risse die mehr als 160 Jahre alte Haftanstalt durchziehen. Nun muss alles ganz schnell gehen: Binnen 48 Stunden muss die JVA evakuiert werden – es besteht akute Einsturzgefahr.

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Die ersten Gefangenen der JVA Münster wurden am Donnerstagvormittag per Bus evakuiert.

Quelle: dpa

Münster . Wegen Einsturzgefahr muss das baufällige Gefängnis in Münster bis Freitagnachmittag geräumt werden. Am Mittwoch hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW das Mietverhältnis mit dem Justizministerium fristlos gekündigt, wie ein BLB-Sprecher und das Justizministerium bestätigten. Die 515 Häftlinge müssen in andere Anstalten verlegt werden.

"Spontanes Versagen der Statik"

Seit Donnerstagvormittag wird nun geräumt. Gegen 10.30 Uhr verließ der erste Bus mit Häftlingen die Justizvollzugsanstalt. Bis Freitagmittag sollen alle Insassen des Gefängnisses in andere Haftanstalten verlegt werden. Ausweichplätze gibt es unter anderem in Coesfeld und Krefeld.

"Es gibt für solche Fälle einen Notfallplan, der läuft jetzt an", hatte der Leiter der Justizvollzugsanstalt, Carsten Heim, zuvor gesagt.

Zunächst hatte dass Onlineportal der "Westfälischen Nachrichten" über die Einsturzgefahr berichtet. "Ein aktuelles Gutachten sieht eine hohe Wahrscheinlichkeit für ein spontanes Versagen der Statik", begründete der BLB-Sprecher den Schritt. Teile des denkmalgeschützten Gebäudes mitten in der Stadt sind mehr als 160 Jahre alt. Es gehört damit zu den ältesten Gefängnissen in Deutschland.

Für das Justizministerium kam die Entscheidung dennoch überraschend: Zwar werde das Gebäude wegen Baufälligkeit seit Monaten mit Sensoren überwacht, noch in der vergangenen Woche habe jedoch kein akuter Handlungsbedarf bestanden, sagte Ministeriumssprecher Marcus Strunk.

dpa/RND/zys

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