Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Jäger schießt Einbrecher in den Kopf

Mordkommission ermittelt Jäger schießt Einbrecher in den Kopf

In Nordrhein-Westfalen hat ein Jäger auf einen Einbrecher geschossen – aus Notwehr, wie er sagt. Die Polizei ermittelt jetzt gegen den 63 Jahre alten Hausbesitzer. Der Einbrecher wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort starb er.

Voriger Artikel
Norwegen geht gegen Breivik-Urteil vor
Nächster Artikel
Schwules Paar darf Baby behalten

Der Jäger schoss mit einem Revolver (Symbolbild) auf den Einbrecher.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Neuenrade. Nach den ersten Ermittlungen schildern Polizei und Staatsanwaltschaft den Fall wie folgt: Der Jäger überraschte am frühen Dienstagmorgen einen 18 Jahre alten Mann in seinem Haus. Er habe sich von dem mutmaßlichen Einbrecher bedroht gefühlt und deswegen mit einem Revolver auf ihn geschossen. Die Kugel habe den 18-Jährigen am Kopf getroffen, er sei lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Dort starb er kurze Zeit später.

Polizei überprüft Notwehr-Behauptung

Der Jäger behauptet, er habe in Notwehr gehandelt. Der Einbrecher habe ein Messer in seiner Hand gehalten, hat er den Ermittlern nach Angaben der Staatsanwaltschaft gesagt. Die Mordkommission ermittle jetzt gegen ihn wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Bisher gebe es aber keine Hinweise darauf, dass seine Notwehr-Behauptung nicht stimme, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Als Jäger dürfe er auch eine Schusswaffe besitzen.

"Die näheren Umstände sind bislang ungeklärt", teilte die Polizei mit. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, sind bisher weder der Einbrecher, noch der Jäger polizeilich in Erscheinung getreten. Der 18-Jährige war eventuell nicht allein: Die Polizei suche Zeugen, die einen möglichen Komplizen in der Nähe des Tatortes gesehen haben, berichtet "Bild". Der Einbrecher soll über eine Leiter in das Obergeschoss des Hauses gelangt sein.

Im vergangenen Jahr war in Hannover ein Einbrecher von einem Sportschützen erschossen worden. Der 41-Jährige wurde deshalb von einem Schwurgericht wegen Totschlags in einem minderschweren Fall zu drei Jahren Haft verurteilt. Der Hausbesitzer habe den Tod des 18-jährigen Einbrechers billigend in Kauf genommen, sagte der Richter zur Begründung.

wer/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.