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US-Filmemacher

John Hughes im Alter von 59 Jahren gestorben


Mit „Kevin allein zu Haus“, „Ein Hund namens Beethoven“ und „Der Frühstücksclub“ verschaffte er den Teenie-Filmen und Familienkomödien in den 80er und 90er Jahren ein fulminantes Comeback, Schauspieler und Musiker verdanken ihm ihre größten Erfolge: Nun ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent John Hughes im Alter von 59 Jahren gestorben. Nach Angaben seines Agenten erlag er einem Herzinfarkt.

Hughes sei während eines Besuchs bei Angehörigen in New York zusammengebrochen, teilte sein Agent am Donnerstagabend in Los Angeles mit. 20 Jahrzehnte lang gehörte er zu den erfolgreichsten Filmemachern seiner Generation. Nach ersten Anfängen als Werbetexter in Chicago ging Hughes als Comedy-Schreiber zur Satirezeitschrift „National Lampoon“. Dort entdeckte er auch Anfang der 80er Jahre seine Leidenschaft für den Film: Die Familienkomödie „National Lampoon’s Vacation“, für die er das Drehbuch schrieb, wurde auf Anhieb zum Erfolg.

Sein Debüt als Regisseur gab Hughes 1984 mit dem Teenie-Film „Das darf man nur als Erwachsener“ (16 Candles). Von da an landete er jährlich mindestens einen weiteren Kinoerfolg, von „Der Frühstücksclub“, „Ferris macht blau“, „Ein Ticket für Zwei“ bis „Curly Sue“ (1991). Daneben produzierte oder schrieb er Drehbücher zu Filmen wie “101 Dalmatiner“, „Ein Hund namens Beethoven“, „Flubber“ oder „Manhattan Love Story“ mit Jennifer Lopez.

Seinen größten Erfolg landete Hughes als Autor und Produzent von „Kevin allein zu Haus“ (1990) und den beiden Fortsetzungen. „Kevin“ brachte weltweit 500 Millionen Dollar ein und machte seinen kleinen Hauptdarsteller Macaulay Culkin zum Kinderstar. Auch bei der Wahl seiner Musik hatte Hughes eine glückliche Hand: Dank seiner Filme landeten Bands wie „Simple Minds“ an der Spitze der Musik-Charts. „Ich habe mich auf meinen persönlichen Geschmack verlassen, habe einfach genommen, was ich selbst gerne hörte“, erzählte er 1999 in einem seiner wenigen Interviews.

In den vergangenen Jahren wurde es allerdings ruhig um Hughes. Seit 2002 widmete er seine Zeit hauptsächlich seiner Familie und seiner Farm in Illinois. Hughes hinterlässt seine Frau, zwei Kinder und vier Enkel.

afp

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