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Zweijähriger erschießt eigene Mutter

Während Autofahrt Zweijähriger erschießt eigene Mutter

Erneut endet die Verbreitung von Schusswaffen in den USA in einer blutigen Familientragödie: Ein kleiner Junge entdeckt während der Autofahrt eine Pistole, zielt auf seine Mutter - und drückt ab. Die 26-Jährige wird im Rücken getroffen - und stirbt.

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US-Polizei im Einsatz (Symbolfoto)

Quelle: dpa/Archiv

Milwaukee. In den USA hat erneut ein Kleinkind während einer Autofahrt mit einer Schusswaffe auf seine Mutter gefeuert - und sie getötet. Ein zweijähriger Junge hat im US-Bundesstaat Wisconsin während einer Autofahrt mit der Waffe durch den Fahrersitz geschossen.

Der Schuss habe die Frau im Rücken getroffen,  berichtete die Zeitung "Milwaukee Journal Sentinel" am Mittwoch (Ortszeit). Der Junge, sein ein Jahre alter Bruder und seine Großmutter, die auch mitfuhren, wurden den Angaben zufolge nicht verletzt.

Waffe gehört dem Lebensgefährten

Die auf dem Beifahrersitz sitzende Mutter des Opfers brachte den Wagen am Straßenrand zum Stehen. Zu dem Vorfall war es bereits am Dienstag gekommen. Die 26-Jährige fuhr den Angaben zufolge mit dem Wagen ihres Lebensgefährten, der als Wachmann arbeitet.

Ihr eigenes Auto soll wenige Tage zuvor gestohlen worden sein. Die Waffe, aus der der tödliche Schuss fiel, gehört dem Mann. Sie war unter dem Vordersitz deponiert und war offenbar während der Fahrt nach hinten gerutscht, wo das Kind sie greifen konnte.

Kein Einzelfall

Tödliche Unfälle mit Schusswaffen sind angesichts der weiten Verbreitung von Waffen in den USA keine Seltenheit.  Erst im März hatte ein Vierjähriger bei einer Autofahrt seiner Mutter in den Rücken geschossen. Die Mutter, eine 31-jährige Waffennärrin aus Florida, wurde schwer verletzt.

Ende 2014 hatte ein Fall Schlagzeilen gemacht, in dem ein Zweijähriger in einem Supermarkt versehentlich seine Mutter erschoss, als er unbemerkt eine Waffe aus der Handtasche seiner Mutter griff und sie abfeuerte.

Alljährlich werden rund 20.000 Minderjährige in den USA durch Schusswaffen verletzt oder getötet. Zur Zahl der Kinder und Jugendlichen, die selbst versehentlich jemanden durch Schüsse verletzen oder töten, gibt es keine Angaben.

dpa/afp/zys

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