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Gorilla verletzt Dreijährigen und wird erschossen

Unglück in den USA Gorilla verletzt Dreijährigen und wird erschossen

In einem Zoo in Cincinnati ist ein Gorilla erschossen worden, der sich einen kleinen Jungen geschnappt hatte. Der Dreijährige war am Samstag über eine Barriere geklettert und in einen Graben gestürzt, der das Gorilla-Gehege in der US-Stadt umgab, wie die Zooleitung mitteilte. 

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Ein Vierjähriger ist im Zoo der US-Großstadt Cincinnat ins Gorilla-Gehege gestürzt.

Quelle: Screenshot/Youtube

Cincinnati. Ein dreijähriger Junge ist im Zoo der US-Großstadt Cincinnat ins Gorilla-Gehege gestürzt und von einem ausgewachsenen Silberrücken umhergezogen worden. Das Tier wurde daraufhin erschossen. Zoodirektor Thane Maynard zeigte sich erschüttert. Der Bereich mit dem Gorilla-Gelände wurde bis auf weiteres für Besucher geschlossen. Der Junge hatte sich am Samstag zunächst durch das Schutzgeländer gezwängt und war daraufhin mehrere Meter tief in die Affengrube gestürzt. Zwei weibliche Gorillas konnten noch rechtzeitig aus dem Gehege geholt werden, aber der knapp 200 Kilogramm schwere Silberrücken blieb drinnen. Rettungskräften zufolge zog das Männchen den Jungen umher, bevor ihn ein Notfallteam des Zoos erschoss. Der Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht. Augenzeugen sagten dem Sender WLWT 5, der Junge sei zu diesem Zeitpunkt noch bei Bewusstsein gewesen.

"Eine Betäubung kam nicht in Frage"

Über seinen Zustand machte der Zoo keine Angaben, Medienberichten zufolge war er aber nicht lebensbedrohlich verletzt worden und soll sich auf dem Weg der Besserung befinden. Sein Alter war zunächst mit drei Jahren angegeben worden. "Das ist ein rundum schrecklicher Tag", sagte Zoodirektor Maynard. Die Entscheidung der alarmierten Sicherheitskräfte zum Abschuss des seltenen Tieres sei schwierig, aber richtig gewesen, weil sie dem Jungen damit das Leben gerettet hätten. "Das Kind wurde nicht angegriffen, aber es hätten alle möglichen Dinge passieren können", erklärte er. "Er war ganz sicher einem Risiko ausgeliefert." Mehrere Sender veröffentlichten ein Video, das ein Augenzeuge von dem Vorfall gemacht haben soll. Darauf ist zu sehen, wie der Gorilla in einer Ecke im Wasser vor dem Jungen sitzt. In der nächsten Szene sitzt der Junge zwischen seinen Beinen. Der Gorilla greift nach ihm. Maynard sagte, eine Betäubung des 17 Jahre alten Gorillas namens Harambe sei nicht infrage gekommen, weil der Effekt zu langsam eingesetzt hätte und die Reaktion des Tieres unkalkulierbar gewesen wäre.

dpa

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