Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Gorilla verletzt Dreijährigen und wird erschossen
Nachrichten Panorama Gorilla verletzt Dreijährigen und wird erschossen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:25 29.05.2016
Ein Vierjähriger ist im Zoo der US-Großstadt Cincinnat ins Gorilla-Gehege gestürzt. Quelle: Screenshot/Youtube
Anzeige
Cincinnati

Ein dreijähriger Junge ist im Zoo der US-Großstadt Cincinnat ins Gorilla-Gehege gestürzt und von einem ausgewachsenen Silberrücken umhergezogen worden. Das Tier wurde daraufhin erschossen. Zoodirektor Thane Maynard zeigte sich erschüttert. Der Bereich mit dem Gorilla-Gelände wurde bis auf weiteres für Besucher geschlossen. Der Junge hatte sich am Samstag zunächst durch das Schutzgeländer gezwängt und war daraufhin mehrere Meter tief in die Affengrube gestürzt. Zwei weibliche Gorillas konnten noch rechtzeitig aus dem Gehege geholt werden, aber der knapp 200 Kilogramm schwere Silberrücken blieb drinnen. Rettungskräften zufolge zog das Männchen den Jungen umher, bevor ihn ein Notfallteam des Zoos erschoss. Der Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht. Augenzeugen sagten dem Sender WLWT 5, der Junge sei zu diesem Zeitpunkt noch bei Bewusstsein gewesen.

"Eine Betäubung kam nicht in Frage"

Über seinen Zustand machte der Zoo keine Angaben, Medienberichten zufolge war er aber nicht lebensbedrohlich verletzt worden und soll sich auf dem Weg der Besserung befinden. Sein Alter war zunächst mit drei Jahren angegeben worden. "Das ist ein rundum schrecklicher Tag", sagte Zoodirektor Maynard. Die Entscheidung der alarmierten Sicherheitskräfte zum Abschuss des seltenen Tieres sei schwierig, aber richtig gewesen, weil sie dem Jungen damit das Leben gerettet hätten. "Das Kind wurde nicht angegriffen, aber es hätten alle möglichen Dinge passieren können", erklärte er. "Er war ganz sicher einem Risiko ausgeliefert." Mehrere Sender veröffentlichten ein Video, das ein Augenzeuge von dem Vorfall gemacht haben soll. Darauf ist zu sehen, wie der Gorilla in einer Ecke im Wasser vor dem Jungen sitzt. In der nächsten Szene sitzt der Junge zwischen seinen Beinen. Der Gorilla greift nach ihm. Maynard sagte, eine Betäubung des 17 Jahre alten Gorillas namens Harambe sei nicht infrage gekommen, weil der Effekt zu langsam eingesetzt hätte und die Reaktion des Tieres unkalkulierbar gewesen wäre.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Wochenende lagen schwere Gewitter in der Luft: Europaweit gab es einen Toten und zahlreiche Verletzte. Bei einem Blitzschlag auf einem Fußballplatz in Rheinland-Pfalz sind am Sonnabend 33 Menschen verletzt worden, darunter überwiegend Kinder. 

29.05.2016
Panorama Gewitter im Nordosten - Viele Verletzte bei Unwetter

Meteorologen zufolge bleibt es weiter ungemütlich: Am Sonntag ist deutschlandweit mit Unwettern zu rechnen, ab Montag hauptsächlich im Nordosten. Ein Blitzeinschlag auf einem Fußballplatz hat dramatische Folgen.

29.05.2016
Panorama Nach der Schließung der Balkanroute - Mindestens 700 Migranten im Mittelmeer umgekommen

Nach der Schließung der Balkanroute ist Italien für Flüchtlinge aus Asien und Afrika zum wichtigsten Zugang nach Europa geworden. Fast täglich riskieren Menschen ihr Leben auf dem Mittelmeer. Angesichts der Toten kommt die Forderung nach Gewalteinsatz gegen Schlepper auf.

29.05.2016
Anzeige