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Katar verschleiert Busen-Blitzer in Berlin

Kurios Katar verschleiert Busen-Blitzer in Berlin

Ein Schleier gegen die nackten Tatsachen: Auch wenn die Brüste schon mehr als 100 Jahre alt sind und aus Stein, soll sie kein Blick mehr treffen: Das arabische Emirat Katar hat an der Fassade einer Berliner Villa eine barbusige Frauenfigur komplett verhüllt.

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Der Giebel der Villa Calé zeigt sich mittlerweile diplomatisch verhüllt.
 

Quelle: Screenshot/rbb|24

Berlin. Seit einigen Tagen ist der Fries am Dachgiebel mit einem Dreieck aus einer deutschen und einer katarischen Flagge verdeckt. Aus „Sittlichkeitsgründen“, wie es 2015 hieß, als das streng islamische Emirat mit der Renovierung der Villa begann und erste Pläne für die Verhüllung bekannt wurden. Mitte Juli dieses Jahres will Katar nun in dem Gebäude ein Arabisches Kulturhaus mit dem Namen „Diwan“ eröffnen.

Das Landesdenkmalamt ist von der Verhüllung nicht begeistert, sieht aber zurzeit wenig Chancen, den Denkmalschutz in dem historischen Gebäude durchzusetzen. „Als diplomatische Residenz ist das exterritoriales Gelände“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

Die katarische Botschaft erklärt, die Festlichkeiten des deutsch-katarischen Kulturjahres seien nun auf das Arabische Kulturhaus ausgeweitet worden, „wo Flaggen beider Länder gehisst wurden, um den Kulturaustausch und das Feiern von Gemeinsamkeiten sowie Unterschieden zu würdigen“. Die Flaggen sollen demnach bis zum Ende des Jahres hängen bleiben. Der „Diwan“ werde auch danach als „Ort der Begegnung, des Dialogs und der Erforschung der arabischen Kultur“ erhalten bleiben.

Der Verleger Franz Calé hatte sich die Villa 1904 im Stadtteil Zehlendorf gebaut. Das reiche Emirat hatte das Haus 1997 gekauft, ursprünglich um es als Botschaft zu nutzen. Doch die Renovierung verzögerte sich, die Villa verfiel. Der Botschafter zog daraufhin in einen Neubau in Grunewald. Vor zwei Jahren begann schließlich der Umbau in der Villa. Zu dem Gebäude gehört ein 1 200 Quadratmeter großer Garten.

Von RND/dpa

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