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Keine Spur von verschleppten Kindern aus Celle

Entführung Keine Spur von verschleppten Kindern aus Celle

Von vier von ihrem Vater nach Afrika verschleppten Kindern gibt es auch weiterhin keine Spur. Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, der Vater sei am 9. Mai mit den Kindern auf einem Schiff von Ägypten in den Sudan gereist.

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Das Fahndungsplakat der Polizei Celle.

Quelle: dpa

Celle. Von vier von ihrem Vater nach Afrika verschleppten Kindern gibt es auch weiterhin keine Spur. Der 37-jährige Mann hatte seine beiden Töchter und zwei Söhne zunächst von Hermannsburg bei Celle in den ägyptischen Badeort Hurghada gebracht. Er soll dann in den Sudan gereist sein. Eine klare Spur gebe es aber nicht, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Celle. Den Sudan könnte der 37-Jährige möglicherweise wieder verlassen haben, sagte der Sprecher. Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, der Vater sei am 9. Mai mit den Kindern auf einem Schiff von Ägypten in den Sudan gereist.

Der nicht sorgeberechtigte Mann hatte die Vier- bis Achtjährigen Ende April von seiner getrennt von ihm lebenden Mutter abgeholt. Er hatte der Frau erzählt, zu Ostern einen Fahrradausflug geplant zu haben. Stattdessen fuhr er mit den Kindern zum Flughafen Hannover und flog von dort nach Hurghada.

„Wir wissen nicht sicher, was den Mann dazu bewogen hat“, sagte Polizeisprecher Peter Großmann. „Nicht auszuschließen ist, das seine christlich fundamentalistische Einstellung, die er auch im Internet verbreitet hat, mit der Entziehung der Kinder im Zusammenhang steht.“

Polizei bittet Touristen um Mithilfe

Auf seiner Homepage hatte sich der 37-Jährige als Christ „im ursprünglichen Sinn eines Nachfolgers, Schülers und Bruders von Jesus Christus“ beschrieben. Gerade in den Ländern, wo Christen verfolgt und unterdrückt werden, würden besonders viele Menschen zu Jesus Christus finden, hatte er an anderer Stelle behauptet. Das gelte vor allem für islamische Länder.

Nach dem Bericht der „Bild“-Zeitung waren die immer extremer werdenden religiösen Überzeugungen des Mannes auch der Grund, warum die Mutter das alleinige Sorgerecht für die Kinder erhalten hatte. Die Polizei hat besonders Touristen im nordafrikanischen Raum gebten, nach den vier blonden Kindern - der vierjährigen Lisa, der fünf Jahre alten Miriam, dem sechs Jahre alten Benjamin und dem acht Jahre alten Jonas - Ausschau zu halten. Jede Beobachtung sollte umgehend gemeldet werden.

dpa

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