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Keine Spur von verschleppten Kindern aus der Nähe von Celle

Hinweise fehlen Keine Spur von verschleppten Kindern aus der Nähe von Celle

Von den vier verschleppten Kindern aus dem niedersächsischen Hermannsburg bei Celle und ihrem Vater fehlt weiterhin jede Spur. „Man hat die Hoffnung aufgegeben, dass die Kinder in Deutschland sind“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Celle.

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Von den vier verschleppten Kindern fehlt weiterhin jede Spur.

Quelle: dpa

Celle. Zuletzt wollten Zeugen den 37-Jährigen und die zwei Jungen und zwei Mädchen in der Nähe von Füssen im Allgäu gesehen haben. Es seien auch keine weiteren Hinweise eingegangen, teilte der Polizeisprecher mit. Der Vater, ein christlicher Fundamentalist, hatte die vier Geschwister Ende April unter einem Vorwand bei seiner Exfrau abgeholt und war mit ihnen zunächst nach Ägypten geflogen und dann in den Sudan gereist.

Mit den vier kleinen Kindern wurde der arbeitslose Krankenpfleger im sudanesischen Wadi Halfa gesehen. Nach Angaben eines Zeugen wollte der Vater mit den Kindern per Bus weiter in die rund 1000 Kilometer entfernte sudanesische Hauptstadt Khartum fahren. Was ihn zur Umkehr bewogen haben könnte, ist nicht bekannt. Mitte Mai soll der 37-Jährige, der mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, nach Hinweisen mit seinen Söhnen und Töchtern vermutlich über Assuan wieder nach Ägypten eingereist sein. Im Juni wollen Zeugen den Mann mit den vier- bis neunjährigen Kindern in Süddeutschland gesehen haben. Danach verliert sich die Spur, der derzeitige Aufenthaltsort ist unbekannt.

Seit 13 Wochen gibt es für die Mutter keine Gewissheit, wo sich ihre Kinder Jonas (9), Benjamin (7), Miriam (5) und Lisa (4) befinden. Die 31-Jährige besitzt das alleinige Sorgerecht, ihr Exmann hatte Besuchsrecht. Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) ist in den spektakulären Fall von Kindesentzug eingeschaltet worden. Das Auswärtige Amt hatte zugesagt, alles unternehmen zu wollen, um die Kinder zu finden und nach Deutschland zurückzubringen.

dpa

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