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Panorama “Die Quacksalber von Quedlinburg“ im Spieletest
Nachrichten Panorama “Die Quacksalber von Quedlinburg“ im Spieletest
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16:01 29.07.2018
Die Quacksalber von Quedlinburg Quelle: Schmidt
Leipzig

Das Brettspiel erzählt von Scharlatanen, die sich aus seltsamen Zutaten wie Krähenschädeln und Fliegenpilzen Tränke brauen und hoffen, dass die ihnen nicht um die Ohren fliegen. Und es verbindet Mechanismen, die im schönsten Spieler-Denglisch “Bagbuilding“ und “Push your Luck“ heißen.

Alles dreht sich um die Zutaten der Tränke. Die gibt es in sieben Sorten als farbige Pappchips. Neun davon hat jeder Spieler anfangs, bewahrt sie in einem Beutel auf und kauft Runde für Runde neue hinzu – das ist das “Bagbuilding“.

In jeder Runde ziehen alle Spieler gleichzeitig Zutatenchips aus ihren Beuteln und legen sie auf eine spiralförmige Leiste ihres jeweils eigenen Tableaus, das wie ein großer Kessel aussieht.

Die Spieltableaus sehen passenderweise wie große Kessel aus. Quelle: Schmidt

Das machen sie so lange, bis sie freiwillig aufhören oder weiße (Knallerbsen-)Chips mit einem Wert von mehr als “7“ gezogen haben. Dann explodiert der Kessel – dumm gelaufen. Da war man mal wieder zu gierig. Dieses Überstrapazieren des Glücks aus Gier nennt man “Push your Luck“.

So weit, so eingängig, und doch ist “Die Quacksalber ...“ alles andere als ein Glücksspiel. Das liegt an den Stellschrauben, die Warsch eingebaut hat. Zunächst sind die Chips einen bis vier Punkte wert; das entspricht den Feldern, die man mit ihnen auf der Zählleiste voranschreiten darf.

Je weiter man kommt, desto besser: Zahlen auf dem nächsten Feld geben an, wie viele Siegpunkte man bekommt und für wie viel Geld man neue Zutaten kauft.

Die “Zutatenbücher“ erklären, welche Funktion die verschiedenen Ingredienzen haben. Quelle: Schmidt

Dann haben die Zutaten unterschiedliche Funktionen, die in sogenannten “Zutatenbüchern“ festgehalten sind. Vier Sets gibt es. Da dürfen mal die fiesen Knallerbsen entsorgt werden, mal gibt es Zusatzpunkte, wenn man sie zieht.

Über neun Runden geht das Spiel, in denen man den Inhalt seines Beutels optimiert. Wahrsagekarten, von denen eine zu Beginn jedes Zugs aufgedeckt wird, beugen die Regeln. Da gibt es Bonuswürfel für den jeweils Führenden, Rattenschwänze, die Hintenliegende aufschließen lassen, Rubine für Sonderaktionen.

Warsch hat aus vielen Zutaten ein Spiel gebraut, das in sich stimmig ist und das wegen der Vielzahl an Optionen oberhalb des klassischen Familienspiels liegt, dabei aber sehr flott und sehr fröhlich daherkommt.

Die Quacksalber von Quedlinburg Quelle: Schmidt

Wolfgang Warsch: “Die Quacksalber von Quedlinburg“. Schmidt, für zwei bis vier Spieler ab zehn Jahren, 35 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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