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Diese Trends sind bei Kindern angesagt

Kids-Studie Diese Trends sind bei Kindern angesagt

Süßigkeiten, Kleidung, Spielzeug und das Smartphone: Kinder dürfen beim Kauf vieler Dinge mitentscheiden. Was bei deutschen Kindern derzeit angesagt ist, haben Forscher in einer repräsentativen Studie untersucht. Allerdings gibt es weniger Taschengeld als früher.

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Der kleine Konsument: Kinder wollen Markenprodukte - doch das Taschengeld ist weniger geworden.

Quelle: dpa

Kleidung kommt am besten vom Markenhersteller, Musik aus dem Internet und Spiele von der Konsole. Was bei Kindern und Jugendlichen angesagt ist, können viele Erwachsene nur ahnen. Aufschluss gibt die Kidsverbraucheranalyse vom Egmont-Ehapa-Media-Verlag. Ein Überblick:

Mehr als die Hälfte der 6- bis 13-Jährigen hat ein eigenes Handy.

Mehr als die Hälfte der 6- bis 13-Jährigen hat ein eigenes Handy.

Quelle: dpa

Handy: Anruf bei Mutti oder chatten mit Freunden? Inzwischen haben 56 Prozent der Kinder ein eigenes Handy. Auf die Frage, wozu sie es häufig nutzen, gaben 56  Prozent der 6- bis 13-Jährigen Telefonieren an. Jedes zweite Kind verschickt außerdem häufig Kurznachrichten. Spielespielen landete auf Platz drei, gefolgt von Musikhören. Die meistgenutzten Apps sind Spiele-Apps.

Schach ist nicht matt: Das klassiche Brettspiel hat bei Kindern nicht ausgedient. 62 Prozent der Befragten haben mindestens einmal pro Woche ein Brettspiel in der Hand.

Schach ist nicht matt: Das klassiche Brettspiel hat bei Kindern nicht ausgedient. 62 Prozent der Befragten haben mindestens einmal pro Woche ein Brettspiel in der Hand.

Quelle: dpa

Spiele: In zwei von drei Haushalten steht eine Spielekonsole wie die Xbox von Microsoft oder die Playstation von Sony. Mehr als jedes dritte Kind spielt außerdem kostenlose Onlinespiele am Computer. Das klassische Brettspiel hat trotzdem nicht ausgedient: 73 Prozent der 10- bis 13-Jährigen haben mindestens einmal pro Woche Spielkästen in der Hand, 62 Prozent Brett- und Kartenspiele. „Natürlich interessiert das Neue, Digitale“, sagt Ralf Bauer, der beim Verlag die Marktforschung leitet. „Aber die Kinder wollen nach wie vor auch was zum Anfassen.“
Lesen: Das macht sich auch beim Lesestoff bemerkbar: Bücher werden demnach vor allem auf Papier gelesen.
88 Prozent nutzen gar keine elektronischen Bücher. Der Anteil der E-Book-Verweigerer hat seit der Vorgängerstudie sogar leicht zugenommen.

Jedes fünfte Kind besitzt einen eigenen Laptop oder PC, mit dem es im Internet surft. Weitere sieben Prozent besitzen ein Tablet.

Internet: Jedes fünfte Kind zwischen 6 und 13 Jahren hat einen eigenen Laptop oder PC, mit dem es im Internet surft. Weitere 7 Prozent besitzen ein Tablet. Die Mehrheit (56 Prozent) teilt sich solche Geräte allerdings mit anderen – etwa mit den Eltern. Die meisten (39  Prozent) hören laut der Kidsverbraucheranalyse Musik. Ebenso viele checken E-Mails. Auf Platz drei liegt eine Aktivität, die Erwachsene freuen dürfte: Infos für die Schule sammeln.
Essen: „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Aber was das ist, entscheidet das Kind mit“, sagt Bauer. 84  Prozent der 10- bis 13-Jährigen dürfen der Studie zufolge bei Lebensmitteleinkäufen ein Wörtchen mitreden. Bei den 6- bis 9-Jährigen sind es immerhin 72 Prozent. Ginge es allein nach dem Nachwuchs, dürften dann wohl Kekse und Gebäck im Einkaufswagen landen. 43  Prozent essen das täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich – dicht gefolgt von Kaugummi (38 Prozent) und Bonbons (36  Prozent). Überraschend: Bei Durst greifen die Kids mehrheitlich am liebsten zu Mineralwasser.
Freiräume: „Wir merken, dass die Eltern ihre Kinder sehr früh teilnehmen lassen“, sagt Bauer. 80 Prozent der 10- bis 13-Jährigen dürfen sich so kleiden, wie es ihnen gefällt. Da wundert­ es nicht, dass jüngst eine Debatte um Hotpants in Schulen entbrannt ist. 

63 Prozent der befragten Kinder geben ihr Taschengeld für Süßigkeiten aus.

63 Prozent der befragten Kinder geben ihr Taschengeld für Süßigkeiten aus.

Quelle: dpa

Taschengeld: Auch ihr monatliches Taschengeld dürfen Kinder mehrheitlich „ganz selbstständig ausgeben“. Inzwischen müssen sie dabei aber besser haushalten: Derzeit bekommen 6- bis 13-Jährige im Schnitt monatlich 26,36  Euro. 2014 waren es noch 27,50 Euro, 2013 sogar noch mehr. Der Wert liegt allerdings immer noch über der Empfehlung des Deutschen Jugendinstituts. Demnach sollte das Taschengeld ab 10 Jahren bei etwa 15  Euro monatlich liegen und jedes Jahr um 2,50 Euro steigen – sodass 13-Jährige rund 22,50 Euro bekommen. 63  Prozent der befragten Kinder geben ihr Taschengeld laut der Studie für Süßigkeiten, Kekse und Kaugummis aus. Jedes zweite Kind kauft sich Zeitschriften oder Comics.

Vor allem bei Turnschuhen achtet der Nachwuchs auf die Marke.

Aber beim Taschengeld ist noch lange nicht Schluss: 10- bis 13-Jährige bekommen zu Weihnachten durchschnittlich 96  Euro, zum Geburtstag 84  Euro und zu Ostern 30 Euro zugesteckt.
Marken: Markenprodukte stehen hoch im Kurs – zumindest wenn es um Kleidung und Technik geht. Bei Sportschuhen sind Kindern und Teenagern Markennamen demnach besonders wichtig. Großen Wert legen sie darauf auch bei Handys, Kleidungsstücken, Spielekonsolen sowie Taschen und Rucksäcken. Ob Limonade oder Müsli von bekannten Herstellern kommen, hat für sie aber kaum Bedeutung.

Von Antonia Lange

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